Spaziergänger findet menschlichen Schädel in Hannover

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Einen menschlichen Schädel hat ein Spaziergänger im Stadtwald von Hannover gefunden. - © Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Einen menschlichen Schädel hat ein Spaziergänger im Stadtwald von Hannover gefunden. (© Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)

Hannover (dpa). Einen menschlichen Schädel hat ein Spaziergänger im Stadtwald in Hannover gefunden. Erste medizinische Untersuchungen ergaben, dass es sich um den Schädel eines erwachsenen Menschen handelt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Angaben zum Geschlecht sowie zum Zeitpunkt und zur Ursache des Todes ließen sich zunächst nicht machen. Der Fundort wurde mit einem Leichenspürhund abgesucht, ohne dass weitere Knochen oder bedeutsame Gegenstände gefunden wurden.

Die Entdeckung in der Eilenriede machte am Donnerstagnachmittag ein 33-Jähriger, der mit seinem Hund abseits der Wege in der Nähe einer Gaststätte unterwegs war. Ob der Schädel zu einem Vermissten- oder Kriminalfall gehört, in dem die Polizei ermittelt, soll eine DNA-Analyse ergeben. Die Ergebnisse könnten Anfang kommender Woche vorliegen, sagte ein Polizeisprecher.

Funde dieser Art lösen in Hannover immer wieder Spekulationen über zwei seit Jahren ungelöste Vermisstenfälle aus. Am 10. August 2000 verschwand die 29-jährige Biologiestudentin Inka Köntges in der Eilenriede. Sie war mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zur Medizinischen Hochschule, kam dort aber nie an. Trotz zahlreicher Suchaktionen fehlt von ihr bis heute jede Spur.

Ebenfalls keine Hinweise gibt es auf den Verbleib von Karen Gaucke und ihrer sieben Monate alte Tochter Clara, die am 15. Juni 2006 als vermisst gemeldet wurden. Allerdings entdeckte die Polizei eine große Blutlache unter der Waschmaschine des Opfers, die der 37-Jährigen zugeordnet wurde. Zwar wurde der Vater von Clara wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt, die Leichen von Karen und Clara Gaucke blieben aber verschwunden.

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Spaziergänger findet menschlichen Schädel in HannoverHannover (dpa). Einen menschlichen Schädel hat ein Spaziergänger im Stadtwald in Hannover gefunden. Erste medizinische Untersuchungen ergaben, dass es sich um den Schädel eines erwachsenen Menschen handelt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Angaben zum Geschlecht sowie zum Zeitpunkt und zur Ursache des Todes ließen sich zunächst nicht machen. Der Fundort wurde mit einem Leichenspürhund abgesucht, ohne dass weitere Knochen oder bedeutsame Gegenstände gefunden wurden. Die Entdeckung in der Eilenriede machte am Donnerstagnachmittag ein 33-Jähriger, der mit seinem Hund abseits der Wege in der Nähe einer Gaststätte unterwegs war. Ob der Schädel zu einem Vermissten- oder Kriminalfall gehört, in dem die Polizei ermittelt, soll eine DNA-Analyse ergeben. Die Ergebnisse könnten Anfang kommender Woche vorliegen, sagte ein Polizeisprecher. Funde dieser Art lösen in Hannover immer wieder Spekulationen über zwei seit Jahren ungelöste Vermisstenfälle aus. Am 10. August 2000 verschwand die 29-jährige Biologiestudentin Inka Köntges in der Eilenriede. Sie war mit ihrem Fahrrad auf dem Weg zur Medizinischen Hochschule, kam dort aber nie an. Trotz zahlreicher Suchaktionen fehlt von ihr bis heute jede Spur.Ebenfalls keine Hinweise gibt es auf den Verbleib von Karen Gaucke und ihrer sieben Monate alte Tochter Clara, die am 15. Juni 2006 als vermisst gemeldet wurden. Allerdings entdeckte die Polizei eine große Blutlache unter der Waschmaschine des Opfers, die der 37-Jährigen zugeordnet wurde. Zwar wurde der Vater von Clara wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt, die Leichen von Karen und Clara Gaucke blieben aber verschwunden.