Anzeige

Badezentrum Porta: Zuversichtlich trotz schlechten Sommers

Von Claudia Hyna

Probleme mit Ersatzteilbesorgung / Saunazahlen werden besser / Bistro wieder geöffnet

Porta Westfalica-Holzhausen (mt). Die gute Nachricht: Die Betreiber des Badezentrums schauen positiv in die Zukunft. Auch das Bistro hat wieder geöffnet. Die nicht schlechte Nachricht: Große Events gibt es nicht mehr, aber Saunatage und Kinderspielnachmittage sollen feste Einrichtungen werden.

Lauer Sommer - Bistro wieder geöffnet - © PORTA
Lauer Sommer - Bistro wieder geöffnet (© PORTA)

In Holzhausen ist das Team um Geschäftsführer Dieter Watermann froh, die Insolvenz abgewendet zu haben und auf einem guten Weg zu sein, wie er sagt. Das zeige sich etwa an einem verstärkten Kauf von Geldwertkarten für 2013. Die hartnäckigen Gerüchte um die Schließung des Badezentrums hätten die Besucherzahlen im Jahr 2011 und auch Anfang 2012 heruntergeschraubt.

Anzeige

Der Zulauf zur Sauna werde endlich besser, und das, obwohl es keinen Saunameister mehr gibt. Dafür stehen nun die Aufguss-Automaten Hermann und Hermine parat. Geplant war für 2012 die Zahl von 8400 Saunagästen, momentan sehe es eher nach 10...000 aus.

Sauna-Erlebnistage im Frühjahr und Herbst sollen mit Aufgüssen und Kosmetikangeboten noch mehr Besucher locken. Zunächst freuen sich die Saunagäste, dass sie wieder bewirtet werden. Besonders in diesem Bereich würden gerne Getränke und Salate verzehrt, so Watermann. Aber auch am Wochenende oder bei Kindergeburtstagen wird der Service gut genutzt.

Die gute Nachricht: Das Bistro hat wieder geöffnet.
Die gute Nachricht: Das Bistro hat wieder geöffnet.

Dennoch bereitet das Jahr 2012 Sorgen, Grund dafür ist der "schlechteste Sommer seit ich 2005 angefangen habe", erklärt der Geschäftsführer. Zum Vergleich: Kamen 2010 zwischen Juni und August 50...000 Gäste, waren es 2011 (ebenfalls kein guter Sommer) noch 22...000, in diesem Jahr dann nur noch 19...000. Im Juni 2012 wollten lediglich 1100 Besucher schwimmen, im August immerhin 11...000. Sein Fazit: Ein guter Juni ist die halbe Miete. Und: Ohne die Hilfe der DLRG sei der Freibadbetrieb in diesem Jahr nicht möglich gewesen.

Je nach Wetterlage das Hallenbad offen
2011 habe das Hallenbad 66...000 Besucher gehabt, in diesem Jahr liegt man bis jetzt bei 50...000. Watermann glaubt, dass die Zahl 60...000 noch erreicht wird. Aus der Misere mit dem Juni entstand die Überlegung, das Hallenbad nur für zwei Monate zu schließen. Im Juni soll je nach Wetterlage das Hallen- oder das Freibad offen sein. Die Sauna bleibt wie gehabt drei Monate geschlossen.

Ein Herbsttag im Freibad. Möge der nächste Sommer besser werden. - © Fotos: Alex Lehn
Ein Herbsttag im Freibad. Möge der nächste Sommer besser werden. (© Fotos: Alex Lehn)

Gesetzt ist außerdem die personelle Ausstattung mit 12 Mitarbeitern. "Mit fünf Reinigungs- und fünf Aufsichtskräften fahre ich am Limit", so Watermann. Einst waren es noch 32, das ist seit dem 31. August 2011 Geschichte. Dies führt dazu, dass morgens kein Schwimmmeister vor Ort ist. Beim Schulschwimmen ist gewährleistet, dass mindestens eine Person anwesend ist, die Erste Hilfe leisten kann. Gekündigt hat niemand, im Gegenteil, die verbliebenen Mitarbeiter seien zu "einer Solidar-Gemeinschaft zusammengewachsen".

Einsparzahlen kann Dieter Watermann knapp ein Jahr nach dem Neubeginn nicht nennen. Klar ist, dass große Veranstaltungen wie Rutschwettbewerbe nicht mehr stattfinden. Momentan überlegen die Mitarbeiter, ob sie die beliebte Wassergymnastik wieder einführen. Auch gibt es einen Kinderspielnachmittag am Dienstag von 15 bis 17 Uhr.

Die größte Sorge gilt momentan kleinen Dingen, nämlich Ersatzteilen. Ein Teil in Gänze zu ersetzen sei einfach, aber teuer. Die Besorgung von Ersatzteilen zieht sich teilweise wochenlang hin und bringt den Geschäftsführer in diesen Tagen häufig in Erklärungsnot.

Copyright © Mindener Tageblatt 2014
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.