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Kostenloser Schutz vor Knöllchen - Marketingverein verteilt mehr als tausend Parkscheiben

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Ab Samstag in den Geschäften

Porta Westfalica-Hausberge (mt/dh). Mit diesem Präsent können sich Kunden, die in Hausberge einkaufen, künftig das "Knöllchen" sparen. Mehr als tausend Parkscheiben werden vom morgigen Samstag an kostenlos verteilt - auf Initiative des Marketingvereins Idee pro Porta.

Idee-Geschäftsführer Mario Hancke bringt die Parkscheiben zu den Geschäften. Dort hängen auch Plakate, die auf die Aktion hinweisen. - © Foto: pr
Idee-Geschäftsführer Mario Hancke bringt die Parkscheiben zu den Geschäften. Dort hängen auch Plakate, die auf die Aktion hinweisen. (© Foto: pr)

Die Parksituation in Hausberge ist ein Dauerbrenner und erregt besonders zurzeit die Gemüter, denn wegen der Ärztehaus-Baustelle stehen einige Flächen vorübergehend nicht zur Verfügung. Die Überwachung des vorhandenen Parkraums sei daher umso wichtiger, finde aber insbesondere bei jenen Autofahrern wenig Zuspruch, die einen "Knollen" an ihrem Fahrzeug vorfinden, schreibt der Marketingverein in einer Pressemitteilung.

Darum die Idee mit den Parkscheiben. "Denn im Gegensatz zu zahlreichen Nachbargemeinden ist das Parken in Porta Westfalica tatsächlich gebührenfrei." Wer eine Parkscheibe ins Fenster legt, hat zwei Stunden Zeit für Einkäufe und Erledigungen zur Verfügung. Dies gilt für den gesamten verkehrsberuhigten Bereich im Stadtkern, auch wenn die Parkscheibenpflicht nicht ausdrücklich an jeder Parkfläche ausgewiesen ist. Wer mehr als zwei Stunden benötigt, der kann sein Fahrzeug in der Tiefgarage unter dem WEZ-Markt kostenlos parken.

Die Aufregung übers Bußgeld gibt es vermutlich fast so lange wie Autoverkehr in Innenstädten. Viele Fahrer, die erwischt werden, bezeichnen die Knöllchenpolitik der Kommunen als Geldschneiderei.

Doch so einfach ist es nicht, meint Idee pro Porta. "Wenn die Stadtverwaltung den ruhenden Verkehr nicht überwacht, werden die Parkflächen schnell von in Hausberge arbeitenden Personen belegt - und zwar den ganzen Tag lang, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat." In der Konsequenz stünden den Kunden kaum Parkplätze zur Verfügung.

"Ich finde, Hausberge hat in Sachen Parkplätze zu Unrecht einen schlechten Ruf", meint der Vorsitzende des Marketingvereins, Karl-Heinz Wille. "Es ist nicht selbstverständlich, dass in Stadtkernen heute noch kostenlos geparkt werden darf. Das setzt natürlich korrektes Verhalten voraus."

Einwände wie "Ich war doch gerade mal ein paar Minuten in dem Geschäft" taugten nicht als Entschuldigung. Etwas ordnungswidrig sei eben auch ordnungswidrig.

Der sicherste Schutz gegen "Knöllchen" ist eine korrekt eingestellte Parkscheibe. Darum gibt der Marketingverein Idee pro Porta jetzt ein großes Kontingent an kostenlosen Parkscheiben heraus. Wo diese erhältlich sind, erkennen Kunden an den entsprechenden Plakaten in den Hausberger Geschäften.

"Die Aktion wird noch längere Zeit laufen", sagt Idee-Geschäftsführer Mario Hancke. Sollten die Parkscheiben vergriffen sein, werde die Idee nachlegen.

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