Manipulierter Lkw aus dem Verkehr gezogen - Bußgeld von 16.000 Euro

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Der Fahrer hätte Zwangspausen einlegen müssen. - © Symbolbild: Federico Gambarini/dpa
Der Fahrer hätte Zwangspausen einlegen müssen. (© Symbolbild: Federico Gambarini/dpa)

Porta Westfalica (mt/ire). Eine Kontrollgruppe der Autobahnpolizei hat am Montag an einem Sattelzug Manipulationen des digitalen Fahrtenschreibers entdeckt. Laut der Polizei wurde im Bereich Porta Westfalica an der A2 ein rumänischer Lkw aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer hätte Zwangspausen einlegen müssen.

Gegen 10 Uhr überprüften die Polizisten einen voll beladenen 40-Tonnen-Sattelzug aus Rumänien. Die Ladung bestand aus Fahrzeugteilen für die Automobil-Industrie. Der rumänische Fahrer musste den Polizisten zu einer Fachwerkstatt in Bad Oeynhausen folgen, weil sie Anhaltspunkte für eine umfangreiche Manipulation an dem digitalen Kontrollgerät erkannten.

Mitarbeiter der Werkstatt fanden im aufgesägten Tachographen-Sensor die Bestätigung für die Manipulation des digitalen Fahrtenschreibers. Nun fehlte nur noch die versteckt platzierte Steuereinheit. Dazu zerlegten die Mechaniker Teile der Fahrerkabine. Schließlich wurde der versteckte Schalter gefunden, mit dem der Fahrer Einfluss auf den Fahrtenschreiber nehmen konnte.

Die Polizisten bezeichneten diesen Eingriff in die Fahrzeugtechnik als „Highend-Manipulation“. Zu dem Bußgeld von 16.000 Euro musste der Unternehmer für die Kosten während des Werkstattaufenthalts aufkommen. Insgesamt dauerte die Zwangspause für den rumänischen Fahrer einen Tag, da die Fahrzeugtechnik auf den zulässigen Stand zurückgerüstet wurde.

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Manipulierter Lkw aus dem Verkehr gezogen - Bußgeld von 16.000 EuroPorta Westfalica (mt/ire). Eine Kontrollgruppe der Autobahnpolizei hat am Montag an einem Sattelzug Manipulationen des digitalen Fahrtenschreibers entdeckt. Laut der Polizei wurde im Bereich Porta Westfalica an der A2 ein rumänischer Lkw aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer hätte Zwangspausen einlegen müssen. Gegen 10 Uhr überprüften die Polizisten einen voll beladenen 40-Tonnen-Sattelzug aus Rumänien. Die Ladung bestand aus Fahrzeugteilen für die Automobil-Industrie. Der rumänische Fahrer musste den Polizisten zu einer Fachwerkstatt in Bad Oeynhausen folgen, weil sie Anhaltspunkte für eine umfangreiche Manipulation an dem digitalen Kontrollgerät erkannten. Mitarbeiter der Werkstatt fanden im aufgesägten Tachographen-Sensor die Bestätigung für die Manipulation des digitalen Fahrtenschreibers. Nun fehlte nur noch die versteckt platzierte Steuereinheit. Dazu zerlegten die Mechaniker Teile der Fahrerkabine. Schließlich wurde der versteckte Schalter gefunden, mit dem der Fahrer Einfluss auf den Fahrtenschreiber nehmen konnte. Die Polizisten bezeichneten diesen Eingriff in die Fahrzeugtechnik als „Highend-Manipulation“. Zu dem Bußgeld von 16.000 Euro musste der Unternehmer für die Kosten während des Werkstattaufenthalts aufkommen. Insgesamt dauerte die Zwangspause für den rumänischen Fahrer einen Tag, da die Fahrzeugtechnik auf den zulässigen Stand zurückgerüstet wurde.