Mehr Geld für die Führungskräfte der freiwilligen Feuerwehr

Carsten Korfesmeyer

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Porta Westfalica (mt). Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwochabend eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Führungskräfte und herausgehobene Funktionsträger der freiwilligen Feuerwehr beschlossen.

Ab Januar gibt es für den ehrenamtlichen Wehrführer den 1,5 fachen Regelsatz eines Ratsmitgliedes. Sein Stellvertreter erhält 50 Prozent davon. Außerdem gibt es für den Wehrführer eine monatliche Reisekostenpauschale von 90 Euro, sodass die Führung eines Fahrtenbuchs künftig entfällt.

Ein Ratsmitglied erhält aktuell monatlich 191 Euro an Aufwandsentschädigung. Die übrigen ehrenamtlichen Funktionsträger innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr erhalten ab Januar eine in fünf Stufen gestaffelte Aufwandsentschädigung auf Basis des 1,5 fachen Satzes eines Ratsmitglieds.

Mehr Geld gibt es auch für den Bereitschaftsdienst der Freiwilligen Feuerwehr, der an allen Tagen des Jahres besteht. Pro Bereitschaftsstunde steigt der Satz um 1,20 auf 2,20 Euro. Jährlich entsteht in diesem Bereich ein Gesamtaufwand von 8760 Stunden.

Die Ausgleichsregelung für die ehrenamtlichen Kräfte sei im Vergleich mit anderen Kommunen nicht mehr hinreichend begründet, heißt es. Hinzu käme die geringe Attraktivität dieser Dienste – und eine Anpassung sei dringend erforderlich.

Die Erhöhung sei ein Signal für die Wertschätzung des Ehrenamtes in der Feuerwehr, erklärt Bürgermeister Bernd Hedtmann.

Ähnlich äußern sich auch die Vertreter der politischen Fraktionen, die einer Anpassung einstimmig zustimmen. Die beiden Tagesordnungspunkte wären auch rasch abgearbeitet worden, hätte es nicht Kritik am Verfahrensweg gegeben. Ratsmitglied Heinz Hauenschild bemängelt, dass der zuständige Ausschuss für Feuerschutz- und Rettungswesen erst am kommenden Freitag tagt und somit keine Möglichkeit einer Stellungnahme hat. „Das sollte künftig nicht mehr passieren“, sagt er.

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Mehr Geld für die Führungskräfte der freiwilligen FeuerwehrCarsten KorfesmeyerPorta Westfalica (mt). Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwochabend eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Führungskräfte und herausgehobene Funktionsträger der freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Ab Januar gibt es für den ehrenamtlichen Wehrführer den 1,5 fachen Regelsatz eines Ratsmitgliedes. Sein Stellvertreter erhält 50 Prozent davon. Außerdem gibt es für den Wehrführer eine monatliche Reisekostenpauschale von 90 Euro, sodass die Führung eines Fahrtenbuchs künftig entfällt. Ein Ratsmitglied erhält aktuell monatlich 191 Euro an Aufwandsentschädigung. Die übrigen ehrenamtlichen Funktionsträger innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr erhalten ab Januar eine in fünf Stufen gestaffelte Aufwandsentschädigung auf Basis des 1,5 fachen Satzes eines Ratsmitglieds. Mehr Geld gibt es auch für den Bereitschaftsdienst der Freiwilligen Feuerwehr, der an allen Tagen des Jahres besteht. Pro Bereitschaftsstunde steigt der Satz um 1,20 auf 2,20 Euro. Jährlich entsteht in diesem Bereich ein Gesamtaufwand von 8760 Stunden. Die Ausgleichsregelung für die ehrenamtlichen Kräfte sei im Vergleich mit anderen Kommunen nicht mehr hinreichend begründet, heißt es. Hinzu käme die geringe Attraktivität dieser Dienste – und eine Anpassung sei dringend erforderlich. Die Erhöhung sei ein Signal für die Wertschätzung des Ehrenamtes in der Feuerwehr, erklärt Bürgermeister Bernd Hedtmann. Ähnlich äußern sich auch die Vertreter der politischen Fraktionen, die einer Anpassung einstimmig zustimmen. Die beiden Tagesordnungspunkte wären auch rasch abgearbeitet worden, hätte es nicht Kritik am Verfahrensweg gegeben. Ratsmitglied Heinz Hauenschild bemängelt, dass der zuständige Ausschuss für Feuerschutz- und Rettungswesen erst am kommenden Freitag tagt und somit keine Möglichkeit einer Stellungnahme hat. „Das sollte künftig nicht mehr passieren“, sagt er.