Alte Fotos und Filme vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal gesucht

Ursula Koch

Um 1900 ist diese Aufnahme einer Besuchergruppe aus Unna am Kaiser-Wilhelm-Denkmal entstanden. - © Foto: LWL-Medienzentrum
Um 1900 ist diese Aufnahme einer Besuchergruppe aus Unna am Kaiser-Wilhelm-Denkmal entstanden. (© Foto: LWL-Medienzentrum)

Minden/Porta Westfalica (mt). Vom Ende des 19. Jahrhunderts an war das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Porta Westfalica über Jahrzehnte ein beliebtes Ausflugsziel. Es war eines der frühen Zielorte des gerade erwachenden Tourismus, später Ziel für Spaziergänge und Sonntagsausflüge mit der Familie.

In den letzten Jahren hatte der Glanz ein wenig nachgelassen. Das will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Eigentümer wieder ändern. Insgesamt werden 12,5 Millionen Euro investiert, mit 5,8 Millionen Euro unterstützt der Bund den LWL. Dafür wird nicht nur die seit dem Zweiten Weltkrieg beschädigte Ringterrasse saniert, sondern entsteht ein Informationszentrum und eine neue Gastronomie. Außerdem wurde der Parkplatz bereits neu gestaltet und es entsteht auf dieser Ebene ein Kiosk. Die Bedürfnisse der Besucher sollen möglichst umfangreich befriedigt werden.

Information
Das MT veranstaltet am 19. Juli um 17 Uhr ein Stadtgespräch am
Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Das informiert über Ziel und Umfang der
Bauarbeiten und bieten dem Publikum die Möglichkeit, den Rohbau, geführt
von Bauleiter Matthias Gundler, zu erkunden. Dann können die Besucher
zum ersten Mal den Ausblick aus den Panoramafenstern in das Wesertal
genießen.

Das Informationszentrum soll ab Frühjahr 2018 über den Kaiser, das Denkmal und seine Entstehung, aber auch über den Wandel von Denkmälern, die Geologie, die bedeutenden archäologischen Relikte im Wittekindsberg und die ehemalige Außenstelle des KZ-Neuengamme informieren.

Mit dem Eingangsbereich möchte der LWL die künftigen Besucher aber zunächst in die touristische Vergangenheit eintauchen lassen. Auf einer großen Wand sollen Fotos zeigen, wie die Besucher das Denkmal wahrnahmen. Neben Fotos und Filmen aus dem eigenen Archiv ruft der LWL dazu auf, Familienalben und Filmdosen zu durchstöbern. Persönliche Geschichten sollen die Ausstellung bereichern. So möchte der LWL Lebensgefühl der Menschen und ihren Blick auf das Denkmal über Jahrzehnte sichtbar machen. „Private Foto- und Filmaufnahmen sind wichtige alltagshistorische Quellen", sagt Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster. Es wird das LWL-Preußenmuseum Minden bei der Sichtung und Auswahl des Materials unterstützen. Einzelfotos, Fotoalben, Filme (8 und 16 mm), Videokassetten oder DVDs können entweder eingeschickt oder persönlich im LWL-Preußenmuseum (Mo-Do 8.30-12.30 und 14-15.30 Uhr, Fr 8.30-12.20 Uhr) abgegeben werden. Für historisches Filmmaterial bietet das LWL-Medienzentrum eine dauerhaft Einlagerung in seinem klimatisierten Filmarchiv an. Im Gegenzug erhalten die Besitzer eine kostenlose digitale Kopie auf DVD. Eine elektronische Übermittlung ist per E-Mail an laura.feikus@lwl.org möglich. Einsendeschluss ist am 1. September.

Copyright © Mindener Tageblatt 2017
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Alte Fotos und Filme vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal gesuchtUrsula KochMinden/Porta Westfalica (mt). Vom Ende des 19. Jahrhunderts an war das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Porta Westfalica über Jahrzehnte ein beliebtes Ausflugsziel. Es war eines der frühen Zielorte des gerade erwachenden Tourismus, später Ziel für Spaziergänge und Sonntagsausflüge mit der Familie. In den letzten Jahren hatte der Glanz ein wenig nachgelassen. Das will der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Eigentümer wieder ändern. Insgesamt werden 12,5 Millionen Euro investiert, mit 5,8 Millionen Euro unterstützt der Bund den LWL. Dafür wird nicht nur die seit dem Zweiten Weltkrieg beschädigte Ringterrasse saniert, sondern entsteht ein Informationszentrum und eine neue Gastronomie. Außerdem wurde der Parkplatz bereits neu gestaltet und es entsteht auf dieser Ebene ein Kiosk. Die Bedürfnisse der Besucher sollen möglichst umfangreich befriedigt werden. Das Informationszentrum soll ab Frühjahr 2018 über den Kaiser, das Denkmal und seine Entstehung, aber auch über den Wandel von Denkmälern, die Geologie, die bedeutenden archäologischen Relikte im Wittekindsberg und die ehemalige Außenstelle des KZ-Neuengamme informieren. Mit dem Eingangsbereich möchte der LWL die künftigen Besucher aber zunächst in die touristische Vergangenheit eintauchen lassen. Auf einer großen Wand sollen Fotos zeigen, wie die Besucher das Denkmal wahrnahmen. Neben Fotos und Filmen aus dem eigenen Archiv ruft der LWL dazu auf, Familienalben und Filmdosen zu durchstöbern. Persönliche Geschichten sollen die Ausstellung bereichern. So möchte der LWL Lebensgefühl der Menschen und ihren Blick auf das Denkmal über Jahrzehnte sichtbar machen. „Private Foto- und Filmaufnahmen sind wichtige alltagshistorische Quellen", sagt Prof. Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster. Es wird das LWL-Preußenmuseum Minden bei der Sichtung und Auswahl des Materials unterstützen. Einzelfotos, Fotoalben, Filme (8 und 16 mm), Videokassetten oder DVDs können entweder eingeschickt oder persönlich im LWL-Preußenmuseum (Mo-Do 8.30-12.30 und 14-15.30 Uhr, Fr 8.30-12.20 Uhr) abgegeben werden. Für historisches Filmmaterial bietet das LWL-Medienzentrum eine dauerhaft Einlagerung in seinem klimatisierten Filmarchiv an. Im Gegenzug erhalten die Besitzer eine kostenlose digitale Kopie auf DVD. Eine elektronische Übermittlung ist per E-Mail an laura.feikus@lwl.org möglich. Einsendeschluss ist am 1. September.