Update: 100 Tonnen Geflügelmist brennen in Jössen

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Der Geflügelmistberg wurde abgetragen und auf die rückwärtige Seite der heute privat genutzten Ziegeleigebäudes transportiert. Dort standen Feuerwehrleute zum Ablöschen bereit. - © Ulrich Westermann
Der Geflügelmistberg wurde abgetragen und auf die rückwärtige Seite der heute privat genutzten Ziegeleigebäudes transportiert. Dort standen Feuerwehrleute zum Ablöschen bereit. (© Ulrich Westermann)

Petershagen-Jössen (Wes). Die Feuerwehr in Petershagen musste am Donnerstagmorgen zu einem Brand nach Jössen zur alten Ziegelei Wienerberger, davor Hollmann ausrücken. Dort brannten 100 Tonnen Geflügelmist. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der Alarm erreichte die Löschgruppen Jössen, Gorspen-Vahlsen, Ilse, Lahde, Neuenknick und Windheim um 7.49 Uhr. In der ehemaligen Schieferhalle an der Ziegeleistraße war das Feuer in dem Gebäude auf der Nordseite der Anlage ausgebrochen. Der stillgelegte Betrieb und das Außengelände befinden sich inzwischen in Privatbesitz. Dort haben die Eigentümer ein Zwischenlager für Geflügelmist eingerichtet.

Update: 100 Tonnen Geflügelmist brennen in Jössen

Eine Einwohnerin aus Jössen hatte eine starke Rauchentwicklung an dem Gebäude in der Nähe Weser bemerkt und daraufhin die Einsatzkräfte benachrichtigt. Insgesamt waren 47 Feuerwehrleute und zwei Polizeibeamte im Einsatz. Dazu kamen als Vorsichtsmaßnahme Angehörige der DRK-Rettungswache in Lahde. „Wir können mit ziemlicher Sicherheit von einer Selbstentzündung ausgehen. Eine Brandstiftung ist so gut wie unmöglich, da es sich bei dem abgelagerten Geflügelmist um feuchtes Material handelt“, betonte Stadtbrandmeister Karl Jungcurt.

Zu den Aufgaben der Wehrleute gehörte es, einen Löschangriff vorzunehmen. Bei der starken Verrauchung waren drei Atemschutzgeräteträger-Trupps im Einsatz. Weitere mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrleute standen in Bereitschaft. Auch die Teleskopmastbühne der Stadt Petershagen war am Ort des Geschehens. Als Wasserentnahmestellen wurden der Riehebach und die Weser genutzt. Dafür mussten die Feuerwehrleute Schlauchleitungen über eine Wegstrecke von 200 bzw. 400 Metern legen. Gefrierendes Löschwasser auf der Zuwegung zur Lagerhalle wurde mit Salz abgestreut.

„Nach etwa 15 Minuten hatten wir das Feuer unter Kontrolle. Die Lagerhalle blieb unversehrt. Gegen die starke Verrauchung haben wir zwei Druckbelüfter genutzt“, berichtete stellvertretender Stadtbrandmeister Matthias Müller, der das Amt des Einsatzleiters übernommen hatte.

Wie der Eigentümer mitteilte, waren in der Lagerhalle etwa 100 Tonnen Geflügelmist untergebracht. Der gesamt Berg wurde mit einem Teleskoplader und Frontladern aus Jössen abgetragen und auf der befestigen Fläche auf der rückwärtigen Seite der früheren Betriebsanlage abgelegt und auseinander geschoben. Dort standen Feuerwehrleute bereit, um den noch leicht qualmenden Geflügelmist endgültig abzulöschen.

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Update: 100 Tonnen Geflügelmist brennen in JössenPetershagen-Jössen (Wes). Die Feuerwehr in Petershagen musste am Donnerstagmorgen zu einem Brand nach Jössen zur alten Ziegelei Wienerberger, davor Hollmann ausrücken. Dort brannten 100 Tonnen Geflügelmist. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Alarm erreichte die Löschgruppen Jössen, Gorspen-Vahlsen, Ilse, Lahde, Neuenknick und Windheim um 7.49 Uhr. In der ehemaligen Schieferhalle an der Ziegeleistraße war das Feuer in dem Gebäude auf der Nordseite der Anlage ausgebrochen. Der stillgelegte Betrieb und das Außengelände befinden sich inzwischen in Privatbesitz. Dort haben die Eigentümer ein Zwischenlager für Geflügelmist eingerichtet. Eine Einwohnerin aus Jössen hatte eine starke Rauchentwicklung an dem Gebäude in der Nähe Weser bemerkt und daraufhin die Einsatzkräfte benachrichtigt. Insgesamt waren 47 Feuerwehrleute und zwei Polizeibeamte im Einsatz. Dazu kamen als Vorsichtsmaßnahme Angehörige der DRK-Rettungswache in Lahde. „Wir können mit ziemlicher Sicherheit von einer Selbstentzündung ausgehen. Eine Brandstiftung ist so gut wie unmöglich, da es sich bei dem abgelagerten Geflügelmist um feuchtes Material handelt“, betonte Stadtbrandmeister Karl Jungcurt. Zu den Aufgaben der Wehrleute gehörte es, einen Löschangriff vorzunehmen. Bei der starken Verrauchung waren drei Atemschutzgeräteträger-Trupps im Einsatz. Weitere mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrleute standen in Bereitschaft. Auch die Teleskopmastbühne der Stadt Petershagen war am Ort des Geschehens. Als Wasserentnahmestellen wurden der Riehebach und die Weser genutzt. Dafür mussten die Feuerwehrleute Schlauchleitungen über eine Wegstrecke von 200 bzw. 400 Metern legen. Gefrierendes Löschwasser auf der Zuwegung zur Lagerhalle wurde mit Salz abgestreut. „Nach etwa 15 Minuten hatten wir das Feuer unter Kontrolle. Die Lagerhalle blieb unversehrt. Gegen die starke Verrauchung haben wir zwei Druckbelüfter genutzt“, berichtete stellvertretender Stadtbrandmeister Matthias Müller, der das Amt des Einsatzleiters übernommen hatte. Wie der Eigentümer mitteilte, waren in der Lagerhalle etwa 100 Tonnen Geflügelmist untergebracht. Der gesamt Berg wurde mit einem Teleskoplader und Frontladern aus Jössen abgetragen und auf der befestigen Fläche auf der rückwärtigen Seite der früheren Betriebsanlage abgelegt und auseinander geschoben. Dort standen Feuerwehrleute bereit, um den noch leicht qualmenden Geflügelmist endgültig abzulöschen.