Vogelgrippe zwingt auch Tierparks in Niedersachsen zum Handeln

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Junge Nordafrikanische Rothalsstrauße im Freigehege im Erlebnis-Zoo in Hannover. - © Foto: dpa
Junge Nordafrikanische Rothalsstrauße im Freigehege im Erlebnis-Zoo in Hannover. (© Foto: dpa)

Hannover (dpa). Die Geflügelpest in Norddeutschland bereitet den niedersächsischen Zoos und Tierparks Sorgen. «Sollten infizierte Vögel gefunden werden, müssen auch wir schließen», sagte die Sprecherin des Zoos Hannover, Margitta Feike.

Im Hamburger Tierpark Hagenbeck werden nach ersten Ansteckungsfällen Gänse getötet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch der Zoo im hessischen Kronberg wurde geschlossen, nachdem die H5N8-Variante bei einem toten Pelikan gefunden wurde. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die Tierparks in Ueckermünde und Sassnitz nach Vogelgrippe-Nachweisen geschlossen.

«Das Virus ist eine Bedrohung für alle Parks», sagte die Zoo-Sprecherin des niedersächsischen Tierparks Nordhorn. Im Zoo Hannover wurden fast alle Vogelarten vorübergehend in überdachte Gehege gebracht, die durch feine Zaunmaschen vor freilebenden Vögeln geschützt sind. Außerdem wurde das Wasser aus der künstlichen Flusslandschaft «Sambesi» abgelassen, damit Vögel von außen dort nicht Unterschlupf suchen. Auch im Zoo in Osnabrück liefen ähnliche Vorsorgemaßnahmen an.

In besonderer Lage ist der Zoo am Meer in Bremerhaven: Nachdem eine infizierten Gans in der Umgebung gefunden worden ist, unterliegt der Zoo strengen Auflagen. Alles Geflügel musste in besondere Ställe umgesiedelt werden. Wegen des Falls in Kronberg habe der Zoo vorsorglich alle Pelikan-Gattungen gesondert unterbracht, erklärte eine Zoo-Sprecherin. «Wir sehen die Bedrohungslage jeden Tag aufs Neue und hoffen, dass das Virus an unseren Tieren vorbeigeht», sagte sie.

Im Vogelpark Walsrode sind die Verantwortlichen gelassen, obwohl gerade dort das Einschleppen der Vogelgrippe schwerwiegende Konsequenzen haben könnte. Rund 4000 teils seltene Tiere leben dort. «Seit dem ersten Frost Anfang November sind unsere Tiere bereits in ihren überdachten Winter-Innengehegen», sagte Pressesprecher André Schmidt. «Das Risiko, dass die Vogelgrippe die Tiere dort trifft, ist sehr gering - aber nicht auszuschließen.»

Einzelne Veranstaltungen, die während der Winterpause im Park stattfinden sollten, wurden auf später verschoben, um das Risiko zu minimieren. Am 18. März kommenden Jahres will der Vogelpark wieder für Besucher öffnen. «Wir rechnen nicht damit, dass die Vogelgrippe dann noch eine Gefahr darstellt», sagte Parksprecher Schmidt. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts lässt sich bisher nicht sagen, wann Entwarnung gegeben werden kann.

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Vogelgrippe zwingt auch Tierparks in Niedersachsen zum HandelnHannover (dpa). Die Geflügelpest in Norddeutschland bereitet den niedersächsischen Zoos und Tierparks Sorgen. «Sollten infizierte Vögel gefunden werden, müssen auch wir schließen», sagte die Sprecherin des Zoos Hannover, Margitta Feike.Im Hamburger Tierpark Hagenbeck werden nach ersten Ansteckungsfällen Gänse getötet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch der Zoo im hessischen Kronberg wurde geschlossen, nachdem die H5N8-Variante bei einem toten Pelikan gefunden wurde. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die Tierparks in Ueckermünde und Sassnitz nach Vogelgrippe-Nachweisen geschlossen.«Das Virus ist eine Bedrohung für alle Parks», sagte die Zoo-Sprecherin des niedersächsischen Tierparks Nordhorn. Im Zoo Hannover wurden fast alle Vogelarten vorübergehend in überdachte Gehege gebracht, die durch feine Zaunmaschen vor freilebenden Vögeln geschützt sind. Außerdem wurde das Wasser aus der künstlichen Flusslandschaft «Sambesi» abgelassen, damit Vögel von außen dort nicht Unterschlupf suchen. Auch im Zoo in Osnabrück liefen ähnliche Vorsorgemaßnahmen an.In besonderer Lage ist der Zoo am Meer in Bremerhaven: Nachdem eine infizierten Gans in der Umgebung gefunden worden ist, unterliegt der Zoo strengen Auflagen. Alles Geflügel musste in besondere Ställe umgesiedelt werden. Wegen des Falls in Kronberg habe der Zoo vorsorglich alle Pelikan-Gattungen gesondert unterbracht, erklärte eine Zoo-Sprecherin. «Wir sehen die Bedrohungslage jeden Tag aufs Neue und hoffen, dass das Virus an unseren Tieren vorbeigeht», sagte sie.Im Vogelpark Walsrode sind die Verantwortlichen gelassen, obwohl gerade dort das Einschleppen der Vogelgrippe schwerwiegende Konsequenzen haben könnte. Rund 4000 teils seltene Tiere leben dort. «Seit dem ersten Frost Anfang November sind unsere Tiere bereits in ihren überdachten Winter-Innengehegen», sagte Pressesprecher André Schmidt. «Das Risiko, dass die Vogelgrippe die Tiere dort trifft, ist sehr gering - aber nicht auszuschließen.»Einzelne Veranstaltungen, die während der Winterpause im Park stattfinden sollten, wurden auf später verschoben, um das Risiko zu minimieren. Am 18. März kommenden Jahres will der Vogelpark wieder für Besucher öffnen. «Wir rechnen nicht damit, dass die Vogelgrippe dann noch eine Gefahr darstellt», sagte Parksprecher Schmidt. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts lässt sich bisher nicht sagen, wann Entwarnung gegeben werden kann.