NRW-Innenminister gegen neue Gesetze zur Einbruchskriminalität

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Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit der Polizeibehörden auch über Grenzen hinweg, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger. - © Foto: dpa
Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit der Polizeibehörden auch über Grenzen hinweg, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger. (© Foto: dpa)

Düsseldorf (dpa). Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger sieht im Kampf gegen Einbruchskriminalität keine Notwendigkeit für die sogenannte Schleierfahndung. «Man muss da nicht immer an die Gesetze gehen», sagte Jäger am Mittwochmorgen im Sender WDR5. Man müsse bestehende Gesetze nur konsequent anwenden. So seien die Polizeidienststellen in NRW genau informiert worden, welche Autotypen und welche Menschen aus welchen Ländern im Zusammenhang mit Einbrüchen kontrolliert werden sollten. Faktisch sei das dasselbe wie die heftig umstrittene Schleierfahndung.

Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit der Polizeibehörden auch über Grenzen hinweg, denn auch die Einbrecher arbeiteten international. Meist seien es Banden aus Südosteuropa. Jäger verwies auf eine in diesen Tagen laufende gemeinsame Schwerpunktaktion gegen Einbrecher, an der sich NRW und Niedersachsen gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien beteiligen. Am Rande der am (heutigen) Mittwoch zu Ende gehenden Innenministerkonferenz hatten Bayern und Sachsen eine förmliche Vereinbarung über ihre Zusammenarbeit unterzeichnet.

Die hohe Zahl von Einbrüchen in Nordrhein-Westfalen sei auch durch die Infrastruktur begründet: Bayern zum Beispiel habe nur zwei Städte mit mehr als 250 000 Einwohnern, NRW 13. Entsprechend sei das Autobahnnetz hier auch sehr viel enger - beides komme der Arbeitsweise der Einbrecher entgegen, erläuterte Jäger.

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NRW-Innenminister gegen neue Gesetze zur EinbruchskriminalitätDüsseldorf (dpa). Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger sieht im Kampf gegen Einbruchskriminalität keine Notwendigkeit für die sogenannte Schleierfahndung. «Man muss da nicht immer an die Gesetze gehen», sagte Jäger am Mittwochmorgen im Sender WDR5. Man müsse bestehende Gesetze nur konsequent anwenden. So seien die Polizeidienststellen in NRW genau informiert worden, welche Autotypen und welche Menschen aus welchen Ländern im Zusammenhang mit Einbrüchen kontrolliert werden sollten. Faktisch sei das dasselbe wie die heftig umstrittene Schleierfahndung.Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit der Polizeibehörden auch über Grenzen hinweg, denn auch die Einbrecher arbeiteten international. Meist seien es Banden aus Südosteuropa. Jäger verwies auf eine in diesen Tagen laufende gemeinsame Schwerpunktaktion gegen Einbrecher, an der sich NRW und Niedersachsen gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien beteiligen. Am Rande der am (heutigen) Mittwoch zu Ende gehenden Innenministerkonferenz hatten Bayern und Sachsen eine förmliche Vereinbarung über ihre Zusammenarbeit unterzeichnet.Die hohe Zahl von Einbrüchen in Nordrhein-Westfalen sei auch durch die Infrastruktur begründet: Bayern zum Beispiel habe nur zwei Städte mit mehr als 250 000 Einwohnern, NRW 13. Entsprechend sei das Autobahnnetz hier auch sehr viel enger - beides komme der Arbeitsweise der Einbrecher entgegen, erläuterte Jäger.