Mit der Kanzlerin über das Klima reden

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Lisa Storcks - © Foto: Anne Thoma/WWF/dpa
Lisa Storcks will, dass sich die Politik mehr für den Umweltschutz einsetzt. (© Foto: Anne Thoma/WWF/dpa)

Experten sagen: Der Klimawandel ist ein großes Problem. Er sorgt dafür, dass es auf der Erde wärmer wird. Das hat schlimme Folgen für die Umwelt. Lisa Storcks ist 23 Jahre alt und Mitglied der WWF-Jugend. Der WWF ist eine Umweltschutz-Organisation. Seit sie zwölf ist, setzt sich Lisa Storcks für die Umwelt ein. Sie hat sogar schon mal mit Kanzlerin Angela Merkel darüber gesprochen.

Warum haben Sie begonnen, sich für Umweltschutz einzusetzen?

Lisa Storcks: «Ich habe damals in der Schule angefangen zu lernen, was der Klimawandel ist. Als ich das verstanden hatte, hatte ich sofort das Gefühl: Ich muss das verhindern. Ich dachte damals: Wenn die Erwachsenen das scheinbar nicht verstehen, dann muss ich anfangen, etwas zu tun.»

Was haben Sie gemacht?

Lisa Storcks: «Ich habe mit kleinen Aktionen an meiner Schule angefangen. Ich habe zum Beispiel Postkarten verteilt und dafür Spenden bekommen. Bei meiner ersten großen Aktion ging es um die Rettung der Schneeleoparden. Wir haben Tatzen gemalt und Botschaften dazugeschrieben. Damit die Staaten etwas zur Rettung der Tiere tun.»

Wie sieht Ihre Arbeit heute aus?

Lisa Storcks: «Es geht darum, die Menschen über den Klimawandel zu informieren: mit Infoständen und Gesprächen zum Beispiel. Und es geht darum, die Politik zu erreichen. Letztes Jahr konnte ich zum Beispiel in einer Fernsehsendung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.»

Wie war das?

Lisa Storcks: «Das war sehr aufregend. Auch weil ich bis zum Schluss nicht genau wusste, ob ich wirklich drankomme. Als es dann passierte, war ich überrascht, dass Frau Merkel mir tatsächlich ein Versprechen gegeben hat: nämlich dass sie sich dafür einsetzen wird, die Klimaziele bis zum Jahr 2020 doch noch zu erreichen. Bei den Klimazielen geht es darum, dass in Deutschland weniger schädliche Treibhausgase in die Luft geblasen werden sollen. Dabei ist festgelegt, wie viel weniger Gas es bis zum Jahr 2020 sein soll.»

Mittlerweile glaubt die Regierung, die Ziele seien bis zum Jahr 2020 nicht mehr zu erreichen. Wie finden Sie das?

Lisa Storcks: «Das enttäuscht mich. Andererseits zeigt es mir auch: Wir müssen noch mehr tun und versuchen, die Politiker zu überzeugen.»

Was kann denn jeder Einzelne fürs Klima tun?

Lisa Storcks: «Man sollte etwa schauen, dass man weniger mit dem Auto fährt und dafür mehr mit dem Rad. Und nicht mehr in den Urlaub fliegt, sondern zum Beispiel mit dem Zug wegfährt. Obst und Gemüse sollte man nicht in Plastiktüten kaufen, sondern einen Stoffbeutel dabei haben. Das sind Dinge, die ich auch in meinem Alltag mache. Ich bin zum Beispiel noch nie geflogen. Außerdem kann man politisch Einfluss nehmen, indem man sich etwa in einer Umweltorganisation mit anderen vernetzt oder auf Demonstrationen geht.»

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Mit der Kanzlerin über das Klima redenExperten sagen: Der Klimawandel ist ein großes Problem. Er sorgt dafür, dass es auf der Erde wärmer wird. Das hat schlimme Folgen für die Umwelt. Lisa Storcks ist 23 Jahre alt und Mitglied der WWF-Jugend. Der WWF ist eine Umweltschutz-Organisation. Seit sie zwölf ist, setzt sich Lisa Storcks für die Umwelt ein. Sie hat sogar schon mal mit Kanzlerin Angela Merkel darüber gesprochen.Warum haben Sie begonnen, sich für Umweltschutz einzusetzen?Lisa Storcks: «Ich habe damals in der Schule angefangen zu lernen, was der Klimawandel ist. Als ich das verstanden hatte, hatte ich sofort das Gefühl: Ich muss das verhindern. Ich dachte damals: Wenn die Erwachsenen das scheinbar nicht verstehen, dann muss ich anfangen, etwas zu tun.»Was haben Sie gemacht?Lisa Storcks: «Ich habe mit kleinen Aktionen an meiner Schule angefangen. Ich habe zum Beispiel Postkarten verteilt und dafür Spenden bekommen. Bei meiner ersten großen Aktion ging es um die Rettung der Schneeleoparden. Wir haben Tatzen gemalt und Botschaften dazugeschrieben. Damit die Staaten etwas zur Rettung der Tiere tun.»Wie sieht Ihre Arbeit heute aus?Lisa Storcks: «Es geht darum, die Menschen über den Klimawandel zu informieren: mit Infoständen und Gesprächen zum Beispiel. Und es geht darum, die Politik zu erreichen. Letztes Jahr konnte ich zum Beispiel in einer Fernsehsendung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.»Wie war das?Lisa Storcks: «Das war sehr aufregend. Auch weil ich bis zum Schluss nicht genau wusste, ob ich wirklich drankomme. Als es dann passierte, war ich überrascht, dass Frau Merkel mir tatsächlich ein Versprechen gegeben hat: nämlich dass sie sich dafür einsetzen wird, die Klimaziele bis zum Jahr 2020 doch noch zu erreichen. Bei den Klimazielen geht es darum, dass in Deutschland weniger schädliche Treibhausgase in die Luft geblasen werden sollen. Dabei ist festgelegt, wie viel weniger Gas es bis zum Jahr 2020 sein soll.»Mittlerweile glaubt die Regierung, die Ziele seien bis zum Jahr 2020 nicht mehr zu erreichen. Wie finden Sie das?Lisa Storcks: «Das enttäuscht mich. Andererseits zeigt es mir auch: Wir müssen noch mehr tun und versuchen, die Politiker zu überzeugen.»Was kann denn jeder Einzelne fürs Klima tun?Lisa Storcks: «Man sollte etwa schauen, dass man weniger mit dem Auto fährt und dafür mehr mit dem Rad. Und nicht mehr in den Urlaub fliegt, sondern zum Beispiel mit dem Zug wegfährt. Obst und Gemüse sollte man nicht in Plastiktüten kaufen, sondern einen Stoffbeutel dabei haben. Das sind Dinge, die ich auch in meinem Alltag mache. Ich bin zum Beispiel noch nie geflogen. Außerdem kann man politisch Einfluss nehmen, indem man sich etwa in einer Umweltorganisation mit anderen vernetzt oder auf Demonstrationen geht.»