Das Citec in Bielefeld produziert jetzt Fernsehstars

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Roboter Flobi spielt Memory mit Ranga Yogeshwar / Avatar Billie moderiert "Lokalzeit OWL" an

Bielefeld (mt/nec). Die Bielefelder Forscher am Citec beschäftigen sich mit einem Themenbereich der viele Fantasien beflügelt: Roboter, Avatare, künstliche Intelligenz.

Avatar Billie. - © Fotos: pr/Citec Bielefeld
Avatar Billie. (© Fotos: pr/Citec Bielefeld)

Eigentlich ist das Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (Citec) der Universität Bielefeld natürlich eine hochseriöse Forschungseinrichtung, in der interdisziplinäre Teams an Fragen rund um den Themenbereich "Interactive Intelligent Systems" arbeiten.

Jetzt hatten zwei der Forschungsprototypen mal wieder einen großen Auftritt: Avatar Billie moderierte die "Lokalzeit OWL" des WDR an. "Entdeckt" wurde der junge Mann beim 14. OWL Forum Gesundheitswirtschaft in der Stadthalle Bielefeld.

Eigentlich soll Billie nämlich Senioren und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen bei der Terminplanung helfen und sie unterstützen, soziale Kontakte zu pflegen - computergesteuert, aber ohne, dass sich diese Menschen ständig mit komplizierten Eingaben, Tastaturen, Knöpfen und Mausklicks herumplagen müssen. Getestet wird er dazu gerade in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Citec und den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Eine, zumindest quotenmäßig, noch größere Fernsehkarriere legte "Arbeitskollege" Flobi hin. Der Bielefelder Roboter durfte mit Moderator Ranga Yogeshwar in der WDR-Sendung "Quarks und Co" Memory spielen. Im September 2012 hatte er außerdem schon einen Kurzauftritt im "Tatort".

Eigentlich dient er allerdings dazu, zu erforschen, worauf Menschen bei der Kommunikation mit Robotern achten. Die Citec-Wissenschaftler analysieren mit seiner Hilfe, wie ein Roboterkopf gestaltet sein muss, damit Menschen die Interaktion leicht fällt und so natürlich abläuft wie unter Menschen.

Flobi hat Kulleraugen und ein rundes Comicgesicht. Seine Silikonlippen lassen sich mit Hilfe von Magneten und kleinen Motoren zu einem Lächeln oder Schmollmund verziehen. Er kann seine Augenbrauen erstaunt hoch- oder grimmig zusammenziehen. Sogar rot wird er: Hinter seinen Wangen sitzen LED-Lämpchen.

Der Robokopf Flobi.
Der Robokopf Flobi.

Mit seinem menschenähnlichen, aber nicht zu menschlichen Aussehen hat Flobi schon für einige interessante Erkenntnisse gesorgt. Im vergangenen Jahr publizierte ein Citec-Team um die Sozialpsychologin Dr. Friederike Eyssel eine Studie, die zeigte, dass Geschlechterstereotypen offenbar auch vor Roboköpfen nicht halt machen. Je länger die Haare und voller die Lippen, desto eher wurde dem Roboter weibliche Aufgaben und Eigenschaften zugeschrieben. Gegen Ranga Yogeshwar trat Flobi sicherheitshalber mit "männlichen" Lippen und kurzen schwarzen Haaren an.

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