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Freiwillige Feuerwehren in Minden-Lübbecke müssen sich demografischen Wandel stellen

Von Heidrun Mühlke

Nur Ehrenabteilungen mit Zuwachs / Ehrung der Ältesten

Minden/Levern (hm). Lang ist die Tradition des Kameradschaftstreffens verbunden mit dem Treffen der Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Mühlenkreis.

Für die drei ältesten Teilnehmer gab es Präsente beim Kameradschaftstreffen: (v.li.) Helmut Hevermann, Wilhelm Nagel, Heinz Rahe, Willi Levermann, Walter Riechmann, Bernd Hachmann, Hermann Meyering, Gerd Rybak, Dr. Ralf Niermann und Klaus-Heinrich Schwichow. - © Foto: Mühlke
Für die drei ältesten Teilnehmer gab es Präsente beim Kameradschaftstreffen: (v.li.) Helmut Hevermann, Wilhelm Nagel, Heinz Rahe, Willi Levermann, Walter Riechmann, Bernd Hachmann, Hermann Meyering, Gerd Rybak, Dr. Ralf Niermann und Klaus-Heinrich Schwichow. (© Foto: Mühlke)

Seit mittlerweile 34 Jahren ist die Zusammenkunft fester Bestandteil im Terminkalender geworden und mit 825 Teilnehmern aus elf Städten und Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke erreichte die Beteiligung damit fast wieder das Vorjahresniveau.

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Kreisbrandmeister Helmut Hevermann würdigte die Ehrenabteilungen als wichtigen Bestandteil der Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Minden-Lübbecke. Von den 6109 Mitgliedern (ein Minus von 154) gehören allein 1557 (ein Plus von acht) den Ehrenabteilungen an, das sind rund ein Viertel aller Feuerwehrkameraden. "Zu den Mitgliederzahlen möchte ich weiter ausführen, dass wir 3064 (minus 22) aktive Mitglieder und 1036 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr haben. In den 14 Musikzügen spielen insgesamt 296 Kameradinnen und Kameraden", nannte Hevermann weitere Zahlen und mahnte, bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen darauf zu achten, dass die Attraktivität in den Feuerwehren erhalten bliebe, damit die Mitgliederzahlen nicht weiter zurückgingen.

"Insbesondere der Rückgang der Mitglieder in den Jugendfeuerwehren von mehr als 100 zeigt uns, dass der demokratische Wandel mit rückläufigen Kinderzahlen an uns nicht spurlos vorüberzieht", so Hevermann, deshalb werde auch in NRW aktiv über Kinderfeuerwehren nachgedacht und im Kreis Minden-Lübbecke habe die Feuerwehr Porta Westfalica die ersten Erfahrungen mit Kindern ab sechs Jahren gemacht.

Die Freiwillige Feuerwehr aus Rahden war in diesem Jahr für die Organisation der Großveranstaltung zuständig. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Feuerwehrmusikzug Bierde-Schlüsselburg aus Petershagen. Landrat Dr. Ralf Niermann machte deutlich, mit welch selbstlosem Einsatz sich die Feuerwehrleute jahrzehntelang in den Dienst am Nächsten stellten.

Auch in diesem Jahr wurden die drei ältesten anwesenden Teilnehmer aus den Reihen der Alters- und Ehrenabteilungen mit einem Präsent geehrt. Willi Levermann (91 Jahre) von der Löschgruppe Desteler Freiwilligen Feuerwehr Stemwede war der älteste Teilnehmer.

Wilhelm Nagel (91 Jahre) von der Löschgruppe Bad Oeynhausen war der Zweitälteste, Hermann Meyering von den Kameraden Unterlübbe der Gemeinde Hille mit 90 Jahren der drittälteste Teilnehmer.

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