Nachruf: Mindener Unternehmer Paul Rüter verstorben

Stefan Koch

Paul Rüter starb kurz nach seinem 85. Geburtstag. - © Foto: pr
Paul Rüter starb kurz nach seinem 85. Geburtstag. (© Foto: pr)

Minden (mt). Paul Rüter ist tot. Der Mindener Unternehmer starb im Alter von 85 Jahren am 5. April.

Rüter wurde am 2. März 1933 in Hille geboren, wo er nach dem Besuch der Volksschule eine Ausbildung zum Maurer absolvierte. Später studierte er an der Ingenieurschule in Lage Bauingenieurwesen und schloss Ende der 50er-Jahre das Studium ab. 1960 machte er sich in Minden als Statiker mit einem Bauingenieurbüro selbstständig. Ende er 60er-Jahre wurde dann der aktuelle Familien- und Firmensitz an der Sandtrift in Minden bezogen. Rüters Büro war auf die statische Berechnung größerer Bauten spezialisiert. Unter anderem wirkte er beim Bau des Reiterstadions in München für die Olympischen Spielen 1974 mit. In der näheren Region war er unter anderem am Hotel Holiday Inn oder der Mindener Museumszeile beteiligt. 1996 wurde aus dem Ingenieurbüro Paul Rüter die Rüter Ingenieurleistungen Bauwesen GmbH, in dem neben ihm Harald Stapf und Volker Töpfer geschäftsführende Gesellschafter waren. Seit Rüters Eintritt in den Ruhestand 2010 wird die Firma von Töpfer alleine weiter geführt.

Neben dem Baugewerbe entwickelte Rüter ab 1965 Zeiterfassungssysteme für Taubenflüge, wobei ihm anfangs ein sogenannter „Elektronenrechner“ zur Verfügung stand, den er von der Firma Schoppe & Faeser bezogen hatte. Aus diesem beruflichen Zweig erwuchs die Rüter EPV-Systeme GmbH, die er zusammen mit seinem Sohn Eckhard Rüter leitete.

Rüter war in mehreren Vereinen und Gesellschaften aktiv – so gehörte er der 5. Kompanie des Bürgerbataillons an und wurde im Jahr 1990 als Freischießenkönig mit der Goldkrone ausgezeichnet. In den 90er-Jahren war er zudem Stadtverbandsvorsitzender der Mindener FDP sowie sachkundiger Bürger im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr der Stadt Minden.

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Nachruf: Mindener Unternehmer Paul Rüter verstorbenStefan KochMinden (mt). Paul Rüter ist tot. Der Mindener Unternehmer starb im Alter von 85 Jahren am 5. April. Rüter wurde am 2. März 1933 in Hille geboren, wo er nach dem Besuch der Volksschule eine Ausbildung zum Maurer absolvierte. Später studierte er an der Ingenieurschule in Lage Bauingenieurwesen und schloss Ende der 50er-Jahre das Studium ab. 1960 machte er sich in Minden als Statiker mit einem Bauingenieurbüro selbstständig. Ende er 60er-Jahre wurde dann der aktuelle Familien- und Firmensitz an der Sandtrift in Minden bezogen. Rüters Büro war auf die statische Berechnung größerer Bauten spezialisiert. Unter anderem wirkte er beim Bau des Reiterstadions in München für die Olympischen Spielen 1974 mit. In der näheren Region war er unter anderem am Hotel Holiday Inn oder der Mindener Museumszeile beteiligt. 1996 wurde aus dem Ingenieurbüro Paul Rüter die Rüter Ingenieurleistungen Bauwesen GmbH, in dem neben ihm Harald Stapf und Volker Töpfer geschäftsführende Gesellschafter waren. Seit Rüters Eintritt in den Ruhestand 2010 wird die Firma von Töpfer alleine weiter geführt. Neben dem Baugewerbe entwickelte Rüter ab 1965 Zeiterfassungssysteme für Taubenflüge, wobei ihm anfangs ein sogenannter „Elektronenrechner“ zur Verfügung stand, den er von der Firma Schoppe & Faeser bezogen hatte. Aus diesem beruflichen Zweig erwuchs die Rüter EPV-Systeme GmbH, die er zusammen mit seinem Sohn Eckhard Rüter leitete. Rüter war in mehreren Vereinen und Gesellschaften aktiv – so gehörte er der 5. Kompanie des Bürgerbataillons an und wurde im Jahr 1990 als Freischießenkönig mit der Goldkrone ausgezeichnet. In den 90er-Jahren war er zudem Stadtverbandsvorsitzender der Mindener FDP sowie sachkundiger Bürger im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr der Stadt Minden.