„Riegel vor!“ - Polizei berät zum Einbruchsschutz auf dem Scharn

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Kriminalhauptkommissar Lutz Kollmeyer (v. l.), Landrat Dr. Ralf Niermann und der Leiter des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz Jochen Dubbel stellten die Aktion zum Einbruchsschutz vor. - © Foto: Polizei Minden
Kriminalhauptkommissar Lutz Kollmeyer (v. l.), Landrat Dr. Ralf Niermann und der Leiter des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz Jochen Dubbel stellten die Aktion zum Einbruchsschutz vor. (© Foto: Polizei Minden)

Minden (mt/hgd). Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Einbrüche. Daher hat die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke zum Einbruchsschutz in dieser Woche die Aktion "Riegel vor! Sicher ist sicherer" gestartet. Am Freitag machen sie mit ihrem Info-Mobil Station auf dem Scharn in der Mindener Innenstadt. In der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr beantworten die Experten für Fragen rund um die Sicherung des Hauses oder der Wohnung zur Verfügung.

Obwohl die Anzahl der Wohnungseinbrüche bereits im zweiten Jahr in Folge im Mühlenkreis zurückgeht, sieht Behördenleiter und Landrat Dr. Ralf Niermann keinen Grund zur Entwarnung. „Ein Einbruch ist nicht nur eine schwerwiegende Straftat, sondern vor allem ein Schock für die Opfer“, so Niermann. „Daher werden wir bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs nicht nachlassen.“

Die Polizei setzt aber nicht nur auf ihre fachliche Ermittlungsarbeit, sondern auch auf Prävention. Im Rahmen der Aktionswoche beraten die Beamten neutral und kostenlos. Dabei versuchen sie, den Lebensalltag der Menschen im Blick zu behalten. "Wir schauen uns vor Ort um und geben Empfehlungen, die umsetzbar und finanzierbar sind", sagt Lutz Kollmeyer, Kriminalhauptkommissar und Experte für Einbruchsschutz. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Beamte bereits 209 derartige Beratungen kreisweit durchgeführt.

Neben einem technischen Diebstahlschutz, der Einbrüche verhindern soll, setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung bei der Fahndung nach Einbrechern. „Es ist wichtig, sofort den Notruf 110 zu wählen, wenn etwas Verdächtiges beobachtet wird“, betont Landrat Niermann. „So können Polizei und Bürger gemeinsam Einbrechern einen Riegel vorschieben„. Als Beispiel nennt der Landrat einen jüngsten Fall aus Minden, bei dem ein 18-jähriger Hausbewohner plötzlich auf einen Einbrecher stieß. Der Mann stellte sich dem Unbekannten nicht in den Weg, sondern und nahm mit seinem Auto die Verfolgung des Diebes auf. Zeitgleich alarmierte er die Polizei, die wenig später den Einbrecher fassen konnte. Der war erst vor Kurzem aus der Haft entlassen worden. Dort sitzt er Dank der besonnenen Mithilfe des 18-Jährigen nun wieder.

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„Riegel vor!“ - Polizei berät zum Einbruchsschutz auf dem ScharnMinden (mt/hgd). Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Einbrüche. Daher hat die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke zum Einbruchsschutz in dieser Woche die Aktion "Riegel vor! Sicher ist sicherer" gestartet. Am Freitag machen sie mit ihrem Info-Mobil Station auf dem Scharn in der Mindener Innenstadt. In der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr beantworten die Experten für Fragen rund um die Sicherung des Hauses oder der Wohnung zur Verfügung.Obwohl die Anzahl der Wohnungseinbrüche bereits im zweiten Jahr in Folge im Mühlenkreis zurückgeht, sieht Behördenleiter und Landrat Dr. Ralf Niermann keinen Grund zur Entwarnung. „Ein Einbruch ist nicht nur eine schwerwiegende Straftat, sondern vor allem ein Schock für die Opfer“, so Niermann. „Daher werden wir bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs nicht nachlassen.“Die Polizei setzt aber nicht nur auf ihre fachliche Ermittlungsarbeit, sondern auch auf Prävention. Im Rahmen der Aktionswoche beraten die Beamten neutral und kostenlos. Dabei versuchen sie, den Lebensalltag der Menschen im Blick zu behalten. "Wir schauen uns vor Ort um und geben Empfehlungen, die umsetzbar und finanzierbar sind", sagt Lutz Kollmeyer, Kriminalhauptkommissar und Experte für Einbruchsschutz. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Beamte bereits 209 derartige Beratungen kreisweit durchgeführt.Neben einem technischen Diebstahlschutz, der Einbrüche verhindern soll, setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung bei der Fahndung nach Einbrechern. „Es ist wichtig, sofort den Notruf 110 zu wählen, wenn etwas Verdächtiges beobachtet wird“, betont Landrat Niermann. „So können Polizei und Bürger gemeinsam Einbrechern einen Riegel vorschieben„. Als Beispiel nennt der Landrat einen jüngsten Fall aus Minden, bei dem ein 18-jähriger Hausbewohner plötzlich auf einen Einbrecher stieß. Der Mann stellte sich dem Unbekannten nicht in den Weg, sondern und nahm mit seinem Auto die Verfolgung des Diebes auf. Zeitgleich alarmierte er die Polizei, die wenig später den Einbrecher fassen konnte. Der war erst vor Kurzem aus der Haft entlassen worden. Dort sitzt er Dank der besonnenen Mithilfe des 18-Jährigen nun wieder.