Fritteuse im neuen Burger-Restaurant brennt - Eröffnung verschoben

Ilja Regier

- © Foto: Nadine Schwan
(© Foto: Nadine Schwan)

Minden (mt). Es ist wie in einem schlechten Film: Alle Tische sind im neuen Burger-Restaurant „Café Outback" reserviert, doch dann brennt es in der Küche – zwei Stunden vor der Eröffnung. Die Feuerwehr rückt aus, weil die Fritteuse beim Vorheizen in Flammen aufgeht. Niemand verletzt sich – mit der Eröffnung müssen sich die Betreiber aber gedulden.

Auf den Stufen des Stadttheaters an der Tonhallenstraße sitzt die versammelte Mannschaft und blickt bedrückt auf den Eingang des Lokals. Mitarbeiter und Küchenkräfte warten darauf, wie es weitergeht. Geschäftsführer Michael Knuth hat das Handy am Ohr und zieht nervös an seiner Zigarette. „Nach der zehnmonatigen Bauphase ist das bitter", sagt der Chef, der kurz vorm Ziel steht. Alles ist bereit, nur die Fritteuse spielt nicht mit.

Feuerwehreinsatz im neuen Burger-Restaurant (Plus-Inhalt)

Um 15.10 Uhr erhält die Feuerwehr den Alarm. Mit mehreren Löschfahrzeugen und über zwanzig Mann ist sie im Einsatz. Überwiegend positioniert sie sich am ZOB, der Küchenausgang des Lokals befindet sich dort. Sie löscht den Brand und sorgt mit Entlüftungsgerät dafür, dass der Brandgeruch abziehen kann. Ein Zeuge sagt im Gespräch mit dem MT: „Ich will einen Tisch reservieren, dann bricht das Feuer aus. Niemand ist vorbereitet." Studenten, die oberhalb des Lokals wohnen, müssen ihre Zimmer allerdings nicht verlassen. „Fettbrand", lautet die Ursache von Einsatzleiter Tim Upheber. Nach etwa einer Stunde ist der Job für die Feuerwehr erledigt.

Zu diesem Zeitpunkt hadert Geschäftsführer Michael Knuth weiter mit dem Schicksal. Auf der Facebook-Seite des Restaurants heißt es später: „Das Pech scheint uns momentan zu verfolgen." Doch Knuth erholt sich von diesem Rückschlag. Er müsse erst den Schaden begutachten. „Vielleicht können wir einen Tag später eröffnen." Allen Gästen, die reserviert haben, muss er telefonisch absagen.

Am späten Nachmittag erfolgt eine weitere Botschaft über Facebook. Das gesamte Team putze die Küche. Nachts soll die verrußte Decke gestrichen werden. „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um am Freitag zu eröffnen." Wenn es soweit ist, werden die Betreiber wie in ihrem Restaurant in Detmold Burger, Steaks, Schnitzel, Flammkuchen oder Suppen anbieten. Vorausgesetzt: Die Fritteuse fängt nicht wieder Feuer.

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Fritteuse im neuen Burger-Restaurant brennt - Eröffnung verschobenIlja RegierMinden (mt). Es ist wie in einem schlechten Film: Alle Tische sind im neuen Burger-Restaurant „Café Outback" reserviert, doch dann brennt es in der Küche – zwei Stunden vor der Eröffnung. Die Feuerwehr rückt aus, weil die Fritteuse beim Vorheizen in Flammen aufgeht. Niemand verletzt sich – mit der Eröffnung müssen sich die Betreiber aber gedulden. Auf den Stufen des Stadttheaters an der Tonhallenstraße sitzt die versammelte Mannschaft und blickt bedrückt auf den Eingang des Lokals. Mitarbeiter und Küchenkräfte warten darauf, wie es weitergeht. Geschäftsführer Michael Knuth hat das Handy am Ohr und zieht nervös an seiner Zigarette. „Nach der zehnmonatigen Bauphase ist das bitter", sagt der Chef, der kurz vorm Ziel steht. Alles ist bereit, nur die Fritteuse spielt nicht mit. Um 15.10 Uhr erhält die Feuerwehr den Alarm. Mit mehreren Löschfahrzeugen und über zwanzig Mann ist sie im Einsatz. Überwiegend positioniert sie sich am ZOB, der Küchenausgang des Lokals befindet sich dort. Sie löscht den Brand und sorgt mit Entlüftungsgerät dafür, dass der Brandgeruch abziehen kann. Ein Zeuge sagt im Gespräch mit dem MT: „Ich will einen Tisch reservieren, dann bricht das Feuer aus. Niemand ist vorbereitet." Studenten, die oberhalb des Lokals wohnen, müssen ihre Zimmer allerdings nicht verlassen. „Fettbrand", lautet die Ursache von Einsatzleiter Tim Upheber. Nach etwa einer Stunde ist der Job für die Feuerwehr erledigt. Zu diesem Zeitpunkt hadert Geschäftsführer Michael Knuth weiter mit dem Schicksal. Auf der Facebook-Seite des Restaurants heißt es später: „Das Pech scheint uns momentan zu verfolgen." Doch Knuth erholt sich von diesem Rückschlag. Er müsse erst den Schaden begutachten. „Vielleicht können wir einen Tag später eröffnen." Allen Gästen, die reserviert haben, muss er telefonisch absagen. Am späten Nachmittag erfolgt eine weitere Botschaft über Facebook. Das gesamte Team putze die Küche. Nachts soll die verrußte Decke gestrichen werden. „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um am Freitag zu eröffnen." Wenn es soweit ist, werden die Betreiber wie in ihrem Restaurant in Detmold Burger, Steaks, Schnitzel, Flammkuchen oder Suppen anbieten. Vorausgesetzt: Die Fritteuse fängt nicht wieder Feuer.