Zoll stellt 62 Kilo Wasserpfeifentabak sicher

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(© Foto: Hauptzollamt Bielefeld)

Minden/Bielefeld (mt/nas/dpa). Bei Kontrollen in zwei Shisha-Bars in Minden und Bielefeld haben Zöllner des Hauptzollamtes Bielefeld insgesamt 62 Kilo selbst gemischten Wasserpfeifentabak sichergestellt. Dieser war von den Betreibern mit Tabak aus verschiedenen Geschmacksrichtungen gemischt und wurde vermutlich portionsweise entnommen und verkauft, teilt das Hauptzollamt mit. Eine Shisha ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. In der Shisha wird meistens Tabak mit Fruchtaroma oder anderen ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Shishas sind vor allem unter jungen Erwachsenen und Jugendlichen beliebt - oft unter der falschen Annahme, dass der Rauch aus Wasserpfeifen weniger schädlich als Zigaretten sei, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das Vermischen gilt steuerrechtlich als Herstellungshandlung, bei der erneut eine Tabaksteuer fällig wird, erklärt Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld. „Außerdem ist in Deutschland der Verkauf von Tabak nur in geschlossenen Verpackungen mit Steuerzeichen zu dem dort aufgedruckten Kleinverkaufspreis zulässig. Eine portionsweise Entnahme in der von vielen Barbetreibern praktizierten Form ist verboten“, sagt Schüler. Kunden und auch die Bar-Betreiber selber wüssten das häufig jedoch nicht. Gegen die Betreiber der beiden Shisha-Bars wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Wasserpfeifentabak wurde als Beweismittel sichergestellt.

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Zoll stellt 62 Kilo Wasserpfeifentabak sicherMinden/Bielefeld (mt/nas/dpa). Bei Kontrollen in zwei Shisha-Bars in Minden und Bielefeld haben Zöllner des Hauptzollamtes Bielefeld insgesamt 62 Kilo selbst gemischten Wasserpfeifentabak sichergestellt. Dieser war von den Betreibern mit Tabak aus verschiedenen Geschmacksrichtungen gemischt und wurde vermutlich portionsweise entnommen und verkauft, teilt das Hauptzollamt mit. Eine Shisha ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. In der Shisha wird meistens Tabak mit Fruchtaroma oder anderen ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Shishas sind vor allem unter jungen Erwachsenen und Jugendlichen beliebt - oft unter der falschen Annahme, dass der Rauch aus Wasserpfeifen weniger schädlich als Zigaretten sei, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das Vermischen gilt steuerrechtlich als Herstellungshandlung, bei der erneut eine Tabaksteuer fällig wird, erklärt Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld. „Außerdem ist in Deutschland der Verkauf von Tabak nur in geschlossenen Verpackungen mit Steuerzeichen zu dem dort aufgedruckten Kleinverkaufspreis zulässig. Eine portionsweise Entnahme in der von vielen Barbetreibern praktizierten Form ist verboten“, sagt Schüler. Kunden und auch die Bar-Betreiber selber wüssten das häufig jedoch nicht. Gegen die Betreiber der beiden Shisha-Bars wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Der Wasserpfeifentabak wurde als Beweismittel sichergestellt.