Kommentar zur Kostenübernahme bei Rettungseinsätzen: Teuer und bürokratisch

Stefan Koch

Auch wenn alles mit rechten Dingen zugeht: Mitunter wirkt der Rettungsdienst wie ein überteuerter Schlüsselservice. Das jedenfalls war bei einer Privatversicherten und ihrer Tochter der Fall, die als Fahrgäste nach dem Zugunglück in Landesbergen Hilfe in Anspruch nahmen. Der Landkreis Nienburg stellte ihnen Rechnungen in Höhe von insgesamt 900 Euro aus. Die Schreiben enthielten Transport- und Einsatznummern - dabei hatten die Frauen nur wenige Minuten in den ohnehin präsenten Rettungsfahrzeugen gesessen. Medizinisches Personal überprüfte dort nach dem Zugunglück die Fahrgäste, ob sie ärztlicher Behandlung bedürfen oder gleich weiterreisen können. Letzteres war bei den Beiden der Fall.