Kein Interesse für das Wohl der Anwohner?

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Betr.: Leserbrief „Baustelle ist ein Unding“, MT vom 11. Oktober

Dem Leserbrief stimme ich vollinhaltlich zu. Ich möchte ihn noch um einen weiteren Aspekt ergänzen: die untere Hauptstraße! Die Verkehrsbelastung auf dieser Straße nimmt nicht mehr zu ertragende Ausmaße an. Hierbei geht es hauptsächlich um Lärm und Raserei. In dieser Tempo-30-Zone werden häufig Geschwindigkeiten von 70 Kilometer pro Stunden und mehr gefahren. Dies ist durch Messprotokolle der Stadt Porta Westfalica belegt.

Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle finden nicht statt.

Darum hat sich am 18. Juli 2016 eine Interessengemeinschaft der Anwohner gebildet. Im August 2016 fand ein mündliches Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica statt, bei dem wir auch Lösungsvorschläge unterbreiteten. Er nahm unsere Vorschläge „wohlwollend“ zur Kenntnis. Nachdem keine weitere Reaktion erfolgte, wandten wir uns an den Bezirksausschuss.

In seiner Sitzung am 7. Februar fasste der Bezirksausschuss nur schwammige Beschlüsse, wie Lkw-Verbot über 7,5 Tonnen mit Zusatz „Anlieger frei“! Also ein Freibrief. Zumal die Lkw durch die Fehlplanung des Wez auf dem ehemaligen Terrassenparklatz keine andere Möglichkeit haben, als durch diese enge Straße zu fahren.

Um die Raserei, die unser Hauptanliegen ist, zu unterbinden empfahl der BZA, sogenannte Smileys aufzustellen. Unsere Vorschläge, die von anderen Städten mit Erfolg praktiziert werden, wurden kurzerhand vom Tisch gewischt. Geschehen ist nichts.

Mit Schreiben vom 26. August 2017 habe ich, als gewählter Ansprechpartner der „Interessengemeinschaft untere Hauptstraße“, den Bürgermeister um eine Stellungnahme gebeten, wie die Stadt nun handeln will. Bisher habe ich weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung bekommen.

Nun wird auch noch darüber nachgedacht, den Nachtigallenweg in Richtung Glockenbrink auszubauen! Man stelle sich einmal vor: unmittelbar parallel und dicht beieinander verlaufen dann: Nachtigallenweg/Glockenbrink, Hauptstraße, B482 und die Bahnlinie!

Unser Eindruck ist, dass das Wohl der Anwohner niemanden interessiert. Unter diesen Umständen kann man die Stadt Porta Westfalica niemandem als Wohnort empfehlen.

Gregor Wundes, Porta Westfalica

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Kein Interesse für das Wohl der Anwohner?Betr.: Leserbrief „Baustelle ist ein Unding“, MT vom 11. OktoberDem Leserbrief stimme ich vollinhaltlich zu. Ich möchte ihn noch um einen weiteren Aspekt ergänzen: die untere Hauptstraße! Die Verkehrsbelastung auf dieser Straße nimmt nicht mehr zu ertragende Ausmaße an. Hierbei geht es hauptsächlich um Lärm und Raserei. In dieser Tempo-30-Zone werden häufig Geschwindigkeiten von 70 Kilometer pro Stunden und mehr gefahren. Dies ist durch Messprotokolle der Stadt Porta Westfalica belegt.Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle finden nicht statt.Darum hat sich am 18. Juli 2016 eine Interessengemeinschaft der Anwohner gebildet. Im August 2016 fand ein mündliches Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica statt, bei dem wir auch Lösungsvorschläge unterbreiteten. Er nahm unsere Vorschläge „wohlwollend“ zur Kenntnis. Nachdem keine weitere Reaktion erfolgte, wandten wir uns an den Bezirksausschuss. In seiner Sitzung am 7. Februar fasste der Bezirksausschuss nur schwammige Beschlüsse, wie Lkw-Verbot über 7,5 Tonnen mit Zusatz „Anlieger frei“! Also ein Freibrief. Zumal die Lkw durch die Fehlplanung des Wez auf dem ehemaligen Terrassenparklatz keine andere Möglichkeit haben, als durch diese enge Straße zu fahren.Um die Raserei, die unser Hauptanliegen ist, zu unterbinden empfahl der BZA, sogenannte Smileys aufzustellen. Unsere Vorschläge, die von anderen Städten mit Erfolg praktiziert werden, wurden kurzerhand vom Tisch gewischt. Geschehen ist nichts.Mit Schreiben vom 26. August 2017 habe ich, als gewählter Ansprechpartner der „Interessengemeinschaft untere Hauptstraße“, den Bürgermeister um eine Stellungnahme gebeten, wie die Stadt nun handeln will. Bisher habe ich weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung bekommen.Nun wird auch noch darüber nachgedacht, den Nachtigallenweg in Richtung Glockenbrink auszubauen! Man stelle sich einmal vor: unmittelbar parallel und dicht beieinander verlaufen dann: Nachtigallenweg/Glockenbrink, Hauptstraße, B482 und die Bahnlinie!Unser Eindruck ist, dass das Wohl der Anwohner niemanden interessiert. Unter diesen Umständen kann man die Stadt Porta Westfalica niemandem als Wohnort empfehlen.Gregor Wundes, Porta Westfalica