Zunehmende sprachliche Ausgrenzung

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Betr.: „Ein Tor als Wegweiser“, MT vom 12. November

Kann Luther nicht mehr beantworten... Doch! Ich habe ihn von Wolke sieben maulen gehört: „Warum, ihr Vermaledeiten, habe ich wohl die Bibel in die deutsche Sprache übersetzt?! Damit ihr einen „Truck“-fahrer zu einem Begrüßungstor leitet, auf dem (fast) nur englische Texte stehen?! Und das in Minden, also mitten in Deutschland?! Seid ihr so unwissend, oder habt ihr dem Volk „nicht aufs Maul“ geschaut?! Die Mindener sind nämlich fast alle Deutsche und sprechen - potz-blitz - deutsch! Und welcher Erstklässler hat die Übersetzung gemacht?! „Stories on the road“? „Auf“ der Straße? Und was ist das für eine Mischung aus beiden Sprachen: „Kunstworkshop“? Warum „Never“ mit „Nichts“ und nicht mit „Nie“ übersetzt wurde, was dann ja auch Sinn machen würde, geht nicht in meinen Schädel. Vielleicht seid ihr ja überfordert mit zwei Sprachen auf einmal, denn euer deutsch ist auch nicht viel besser: „sehe“ er Veränderungen - nicht „e“ sondern „ä“ wäre hier richtig. Habt ihr in der Schule nicht aufgepasst? Etwas kapriziöser könntet ihr schon sein, aber die Dummheit ungebeugt durchs Leben geht, leider... Ich glaube, man sollte die, die das verbrochen haben, mit einem Furz verjagen“ Und grollend verschwand er im Nebel...

Recht hat er ja, der Dr. Martinus Luther. Warum, so frage ich mich zunehmend, wird die überwiegende Mehrheit der hier lebenden Menschen sprachlich so ausgegrenzt? Kommt es so weit, dass wir in unserer Heimat sprachlich integriert werden müssen? Und, ehrlich, warum sollen die Flüchtlinge eigentlich deutsch lernen, wenn wir sowieso bald nur noch englisch sprechen?

Joachim Vlecken, Porta Westfalica

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Zunehmende sprachliche AusgrenzungBetr.: „Ein Tor als Wegweiser“, MT vom 12. NovemberKann Luther nicht mehr beantworten... Doch! Ich habe ihn von Wolke sieben maulen gehört: „Warum, ihr Vermaledeiten, habe ich wohl die Bibel in die deutsche Sprache übersetzt?! Damit ihr einen „Truck“-fahrer zu einem Begrüßungstor leitet, auf dem (fast) nur englische Texte stehen?! Und das in Minden, also mitten in Deutschland?! Seid ihr so unwissend, oder habt ihr dem Volk „nicht aufs Maul“ geschaut?! Die Mindener sind nämlich fast alle Deutsche und sprechen - potz-blitz - deutsch! Und welcher Erstklässler hat die Übersetzung gemacht?! „Stories on the road“? „Auf“ der Straße? Und was ist das für eine Mischung aus beiden Sprachen: „Kunstworkshop“? Warum „Never“ mit „Nichts“ und nicht mit „Nie“ übersetzt wurde, was dann ja auch Sinn machen würde, geht nicht in meinen Schädel. Vielleicht seid ihr ja überfordert mit zwei Sprachen auf einmal, denn euer deutsch ist auch nicht viel besser: „sehe“ er Veränderungen - nicht „e“ sondern „ä“ wäre hier richtig. Habt ihr in der Schule nicht aufgepasst? Etwas kapriziöser könntet ihr schon sein, aber die Dummheit ungebeugt durchs Leben geht, leider... Ich glaube, man sollte die, die das verbrochen haben, mit einem Furz verjagen“ Und grollend verschwand er im Nebel...Recht hat er ja, der Dr. Martinus Luther. Warum, so frage ich mich zunehmend, wird die überwiegende Mehrheit der hier lebenden Menschen sprachlich so ausgegrenzt? Kommt es so weit, dass wir in unserer Heimat sprachlich integriert werden müssen? Und, ehrlich, warum sollen die Flüchtlinge eigentlich deutsch lernen, wenn wir sowieso bald nur noch englisch sprechen?Joachim Vlecken, Porta Westfalica