Viele Finger auf dem neuen Flügel

Von Udo Stephan Köhne

Ratsgymnasium weiht das vom Stadttheater überlassene Instrument ein

Minden (usk). Es war ein Pianistenfestival, wie es schöner kaum vorstellbar ist. Ganz viele junge Tastenhelden ließ das Ratsgymnasium auflaufen, um den neuen Flügel musikalisch offiziell zu begrüßen.

Viele Schülerhände vereinten sich im Ratsgymnasium am Schluss zum Pianisten-Cocktail. - © Foto: Köhne
Viele Schülerhände vereinten sich im Ratsgymnasium am Schluss zum Pianisten-Cocktail. (© Foto: Köhne)

Vor wenigen Jahren drohte dieser in der Doppelaula zu verkommen, dann wurde das städtische Instrument vom Förderverein des Stadttheaters restauriert und dem "Rats" als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Jetzt hatte er seine erste groß Bewährungsprobe: Alle Altersgruppen waren vertreten. Von der Werkauswahl betrachtet reichte die Bandbreite vom einfachen Werk für den Klaviernachwuchs bis zum herausfordernden Konzertstück für den angehenden Pianisten.

Schnell und rasant die Ablösung am Klavier: Das lief mit beinahe olympisch ambitionierter Schnelligkeit ab. Jeder gab zum Besten, was ihm besonders gut in den Fingern lag. Breit die stilistische Palette, hörenswert die gezeigten Leistungen. Dass schließlich das Duo mit Arian Graminsky (Violoncello) und Franziska Frederking (Klavier), das die Qualifikation zum Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" geschafft hat, besonders auffiel, war kein Wunder.

Dann testete Ken Mordau mit Hilfe von Franz Schuberts "Wandererfantasie" noch die dynamische die Leistungsfähigkeit des Flügels: erfolgreich übrigens, alle Saiten hielten.

Und schließlich versammelten sich (an neuem und altem Flügel) alle beteiligten Schülerhände zu einem Pianisten-Cocktail, den ein gewisser Maximilian Hofbauer angerührt hat. Man hörte Beethovens "Fünfte", die "Toccata" von Bach und anderes, was aus den weiten Gefilden der klassischen Musik überliefert ist. Ein sportiver Akt: Immer wieder wurden Pianisten eingewechselt, spielten diese oder jener kurze Passagen aus dem zeitlich ganz schön ausufernden Opus. Ein Riesen-Spaß zum Abschluss, verbunden mit viel Applaus und Vorfreude auf künftige musikalische Taten.

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