Insekt mit Glupsch-Augen

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Gottesanbeterin - © Foto: Senckenberg/Thomas Schmitt/dpa
Mit den Vorderbeinen fängt die Gottesanbeterin ihre Beute. (© Foto: Senckenberg/Thomas Schmitt/dpa)

Sie ist ziemlich groß und dünn, hat sechs Beine und riesige Augen: Die Gottesanbeterin.

Gerade ist die Fangschrecke zum Insekt des Jahres 2017 gewählt worden. Die Gottesanbeterin heißt so, weil sie ihre Vorderbeine oft angewinkelt hält - ganz so, als würde sie beten.

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Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung

Aber tatsächlich ist sie eine schlaue Jägerin: Sie pirscht sich an ihre Beute - meist kleinere Insekten - heran. Aus ihren großen Augen starrt sie die künftige Mahlzeit an. Dann schnellen ihre Fangarme blitzschnell hervor. Die Beute wird gepackt - und bei lebendigem Leib aufgefuttert. Manchmal verschlingt sie sogar ein Männchen, nachdem sie sich mit ihm gepaart hat.

Übrigens - die männlichen Tiere dieser Fangschrecken-Art haben keinen eigenen Namen. Fachleute sprechen oft einfach von der «männlichen Gottesanbeterin». Man könnte natürlich auch «Gottesanbeter» sagen. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen. Sie sehen aber ansonsten genauso aus und jagen auch auf die gleiche Art wie die Weibchen.

Der Titel Insekt des Jahres wird vergeben, um daran zu erinnern, dass Insekten in der Umwelt ganz schön wichtig sind. Und dass sie ziemlich spannend sind. Für die Gottesanbeterin gilt letzteres auf jeden Fall.

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Insekt mit Glupsch-AugenSie ist ziemlich groß und dünn, hat sechs Beine und riesige Augen: Die Gottesanbeterin.Gerade ist die Fangschrecke zum Insekt des Jahres 2017 gewählt worden. Die Gottesanbeterin heißt so, weil sie ihre Vorderbeine oft angewinkelt hält - ganz so, als würde sie beten.Aber tatsächlich ist sie eine schlaue Jägerin: Sie pirscht sich an ihre Beute - meist kleinere Insekten - heran. Aus ihren großen Augen starrt sie die künftige Mahlzeit an. Dann schnellen ihre Fangarme blitzschnell hervor. Die Beute wird gepackt - und bei lebendigem Leib aufgefuttert. Manchmal verschlingt sie sogar ein Männchen, nachdem sie sich mit ihm gepaart hat.Übrigens - die männlichen Tiere dieser Fangschrecken-Art haben keinen eigenen Namen. Fachleute sprechen oft einfach von der «männlichen Gottesanbeterin». Man könnte natürlich auch «Gottesanbeter» sagen. Die Männchen sind kleiner als die Weibchen. Sie sehen aber ansonsten genauso aus und jagen auch auf die gleiche Art wie die Weibchen.Der Titel Insekt des Jahres wird vergeben, um daran zu erinnern, dass Insekten in der Umwelt ganz schön wichtig sind. Und dass sie ziemlich spannend sind. Für die Gottesanbeterin gilt letzteres auf jeden Fall.