Ein Auge auf die Presse haben

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60 Jahre Presserat - © Foto: Lukas Schulze
Der Deutsche Presserat hat seit 60 Jahren ein Auge auf die Presse. (© Foto: Lukas Schulze)

Journalisten berichten über vieles, was gerade in der Welt geschieht. Dabei müssen sie besondere Regeln beachten. Ganz wichtig: Sie müssen immer prüfen, ob auch alles stimmt, was sie berichten wollen.

Damit sich Journalisten an die Regeln halten, gibt es den Deutschen Presserat. «Der Presserat achtet darauf, dass Journalisten nichts Falsches schreiben», erklärt der Experte Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband. In diesem Jahr wird der Presserat 60 Jahre alt. Am Donnerstag wurde das gefeiert.

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Grundgesetz Art. 5
Pressekodex

Die Regeln, an die sich Journalisten halten sollen, sind im sogenannten Presse-Kodex aufgeschrieben. Darin steht zum Beispiel, dass sie das Privat-Leben der Menschen achten sollen, über die sie berichten. Oder dass sie ohne Vorurteile über Ereignisse schreiben, zum Beispiel wenn Menschen vor Gericht stehen.

Wenn jemand meint, dass etwa ein Bericht in der Zeitung nicht richtig ist, dann kann er sich beim Presserat beschweren. Der überprüft den Fall und bittet die Zeitung, sich zu der Beschwerde zu äußern. Dann fällt er eine Entscheidung. «Wenn eine Zeitung etwas falsch behauptet hat, fordert der Presserat die Zeitung auf, das zu berichtigen und sich zu entschuldigen», sagt der Fachmann. Die meisten Zeitungs-Häuser haben sich verpflichtet, sich daran zu halten und die Urteile des Presserats zu befolgen.

Manche Leute finden allerdings, dass der Presserat noch mehr tun sollte, wenn ein veröffentlichter Bericht nicht in Ordnung ist. Er wird deshalb ab und zu als «zahnloser Tiger» bezeichnet. Das heißt: Er erscheint vielleicht gefährlich, kann aber nicht viel tun. «Der Presserat spricht keine Geld- oder Gefängnis-Strafen aus», erläutert der Fachmann dazu. «Das ist die Aufgabe unserer Gerichte, an die sich die Bürger wenden können.»

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Ein Auge auf die Presse habenJournalisten berichten über vieles, was gerade in der Welt geschieht. Dabei müssen sie besondere Regeln beachten. Ganz wichtig: Sie müssen immer prüfen, ob auch alles stimmt, was sie berichten wollen.Damit sich Journalisten an die Regeln halten, gibt es den Deutschen Presserat. «Der Presserat achtet darauf, dass Journalisten nichts Falsches schreiben», erklärt der Experte Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband. In diesem Jahr wird der Presserat 60 Jahre alt. Am Donnerstag wurde das gefeiert.Die Regeln, an die sich Journalisten halten sollen, sind im sogenannten Presse-Kodex aufgeschrieben. Darin steht zum Beispiel, dass sie das Privat-Leben der Menschen achten sollen, über die sie berichten. Oder dass sie ohne Vorurteile über Ereignisse schreiben, zum Beispiel wenn Menschen vor Gericht stehen.Wenn jemand meint, dass etwa ein Bericht in der Zeitung nicht richtig ist, dann kann er sich beim Presserat beschweren. Der überprüft den Fall und bittet die Zeitung, sich zu der Beschwerde zu äußern. Dann fällt er eine Entscheidung. «Wenn eine Zeitung etwas falsch behauptet hat, fordert der Presserat die Zeitung auf, das zu berichtigen und sich zu entschuldigen», sagt der Fachmann. Die meisten Zeitungs-Häuser haben sich verpflichtet, sich daran zu halten und die Urteile des Presserats zu befolgen.Manche Leute finden allerdings, dass der Presserat noch mehr tun sollte, wenn ein veröffentlichter Bericht nicht in Ordnung ist. Er wird deshalb ab und zu als «zahnloser Tiger» bezeichnet. Das heißt: Er erscheint vielleicht gefährlich, kann aber nicht viel tun. «Der Presserat spricht keine Geld- oder Gefängnis-Strafen aus», erläutert der Fachmann dazu. «Das ist die Aufgabe unserer Gerichte, an die sich die Bürger wenden können.»