Wir sind umgeben von Mathe

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Kapierst du das? - © Foto: Julian Stratenschulte
Ein bisschen Mathe zu verstehen lohnt sich. Denn Mathe begegnet uns überall. (© Foto: Julian Stratenschulte)

«8,90 Euro», sagt der Mann an der Kasse. Du gibst ihm einen 10-Euro-Schein, er dir 10 Cent zurück. Fällt dir was auf? Da fehlt doch ein Euro! Du hast das gemerkt, weil du rechnen kannst.

«Viel Mathematik lernt man einfach so, ohne es zu merken», sagt der Experte Thomas Vogt. Denn: «Wir sind umgeben von Mathe.» Das fange schon in der frühen Kindheit an, erzählt er. Kinder lernen, die Uhr zu lesen und zu rechnen: Um sieben muss ich aufstehen, um halb acht los - wie viel Zeit bleibt mir zum Frühstücken? Oder: In wie viele Stücke kann ich den Geburtstags-Kuchen schneiden?

Später werden die Aufgaben schwieriger: Reicht der Platz in meinem Zimmer für den neuen Schrank? «Dafür braucht man schon Geometrie», sagt er. Und noch viel später wird es noch viel schwieriger: Wie viel Zinsen bezahle ich, wenn ich mein Bankkonto überziehe?

«Bank-Konto, Programmier-Sprachen, Diagramme in den Nachrichten, Rabatte im Geschäft - für all das braucht man Mathe», sagt der Fachmann. «Darum lohnt es sich, Grundlagen davon zu verstehen.»

Fachleute machen sich gerade Gedanken darüber, wie gut Schüler in Deutschland in Mathe tatsächlich sind. Am Dienstag stellten Wissenschaftler nämlich eine Studie zu dem Thema vor. Dabei kam heraus, dass die Schüler ruhig noch etwas mehr lernen sollten.

Das würde sich lohnen: Denn nur wer genug von Mathe versteht, kapiert zum Beispiel, was die Kurven in den Nachrichten bedeuten. Oder ob ein Schnäppchen im Internet wirklich eines ist. Heißt es etwa: «20 Prozent auf alles» muss man ausrechnen können, wie viel Geld das ist.

Thomas Vogt glaubt: «Es geht nicht darum, alles im Kopf ausrechnen zu können. Doch wir müssen im Leben ständig etwas einschätzen. Mathe hilft, dass einen später niemand über den Tisch ziehen kann.»

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Wir sind umgeben von Mathe«8,90 Euro», sagt der Mann an der Kasse. Du gibst ihm einen 10-Euro-Schein, er dir 10 Cent zurück. Fällt dir was auf? Da fehlt doch ein Euro! Du hast das gemerkt, weil du rechnen kannst.«Viel Mathematik lernt man einfach so, ohne es zu merken», sagt der Experte Thomas Vogt. Denn: «Wir sind umgeben von Mathe.» Das fange schon in der frühen Kindheit an, erzählt er. Kinder lernen, die Uhr zu lesen und zu rechnen: Um sieben muss ich aufstehen, um halb acht los - wie viel Zeit bleibt mir zum Frühstücken? Oder: In wie viele Stücke kann ich den Geburtstags-Kuchen schneiden?Später werden die Aufgaben schwieriger: Reicht der Platz in meinem Zimmer für den neuen Schrank? «Dafür braucht man schon Geometrie», sagt er. Und noch viel später wird es noch viel schwieriger: Wie viel Zinsen bezahle ich, wenn ich mein Bankkonto überziehe?«Bank-Konto, Programmier-Sprachen, Diagramme in den Nachrichten, Rabatte im Geschäft - für all das braucht man Mathe», sagt der Fachmann. «Darum lohnt es sich, Grundlagen davon zu verstehen.»Fachleute machen sich gerade Gedanken darüber, wie gut Schüler in Deutschland in Mathe tatsächlich sind. Am Dienstag stellten Wissenschaftler nämlich eine Studie zu dem Thema vor. Dabei kam heraus, dass die Schüler ruhig noch etwas mehr lernen sollten.Das würde sich lohnen: Denn nur wer genug von Mathe versteht, kapiert zum Beispiel, was die Kurven in den Nachrichten bedeuten. Oder ob ein Schnäppchen im Internet wirklich eines ist. Heißt es etwa: «20 Prozent auf alles» muss man ausrechnen können, wie viel Geld das ist.Thomas Vogt glaubt: «Es geht nicht darum, alles im Kopf ausrechnen zu können. Doch wir müssen im Leben ständig etwas einschätzen. Mathe hilft, dass einen später niemand über den Tisch ziehen kann.»