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Müllgebühren in der Gemeinde Hille bleiben stabil

Von Gisela Burmester

Fehlbetrag wird Rücklage entnommen / Recht hoher Anschlussgrad bei Biotonnen

Hille-Hartum (mt). Die Müllgebühren in der Gemeinde Hille bleiben auch im nächsten Jahr stabil. Diesem Vorschlag der Verwaltung schlossen sich kürzlich der Planungs- und Umweltschutzausschuss und der Gemeinderat einstimmig an.

Auf der Suche nach Wiederverwertbarem: Förderband auf der Deponie Pohlsche Heide. - © MT-Foto: Archiv
Auf der Suche nach Wiederverwertbarem: Förderband auf der Deponie Pohlsche Heide. (© MT-Foto: Archiv)

Letztmalig waren die Gebühren für die Entsorgung von Restmüll und Bioabfall 2011 erhöht worden.

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Zurzeit zahlen die Bürger und Bürgerinnen für die 60-Liter-Restmülltonne 55,20 Euro jährlich, für 80 Liter 63 Euro, für 120 Liter 84,60 Euro und für 240 Liter 160,80 Euro.

Für den Biomüllbehälter sind es pro Jahr bei einem Fassungsvermögen von 60 Litern 70,20 Euro, bei 80 Litern 81 Euro, bei 120 Litern 107,40 Euro und bei 240 Litern 204 Euro.

5060 Hausmülltonnen werden nach Auskunft des stellvertretenden Fachbereichsleiters Dietmar Rohde 2013 in der Gemeinde Hille stehen, zudem müssen 3830 Biomüllbehälter und 5390 Papiertonnen geleert werden. Das entspreche ungefähr dem Bedarf dieses Jahres.

Auch bei den kalkulierten Abfallmengen gibt es nur geringe Schwankungen. 1230 Tonnen Hausmüll (2012: 1250 Tonnen), 2050 Tonnen Bioabfall (2012: 2100 Tonnen), 62 Tonnen Windelsäcke (2012: 65 Tonnen) und 985 Tonnen Altpapier (2012: 985 Tonnen).

Mit 77 Prozent ist der Anschlussgrad bei Biotonnen für eine ländliche Gemeinde relativ hoch. Dass so viele Haushalte eine Biotonne nutzen, obwohl sie möglicherweise auch über einen Komposthaufen verfügen, hat seine Gründe. Einer davon: Ratten. "Wer seine Essensreste auf den Kompost bringt, hat schnell lästige Gäste im Garten", sagt Sachbearbeiter Uwe Oevermann. Und die werde man nur schlecht wieder los. Ein Thema, das die Fraktionen aufbrachte, waren Baumschnitt und Grünabfälle, die illegal an Wegesrändern, auf Äckern und in Gräben abgeladen werden. Die Verwaltung möge, forderte Wilhelm Rohlfing (SPD), doch stärker darauf hinwirken, dass noch mehr Bürger eine Biotonne orderten.

Unerwähnt blieb: Es können auch Biotonnenbesitzer sein, die große Mengen Rasenschnitt, sperriges Astwerk und haufenweise Laub in die Landschaft kippen - sie wollen Geld sparen und haben schlichtweg einen viel zu kleinen Behälter auf dem Hof stehen.

Auf der Ausgabenseite stehen 2013 bei der Abfallentsorgung Deponiegebühren, Entsorgungs- und Personalkosten; zusammen sind es insgesamt 804100 Euro und damit 15000 Euro weniger als 2012.

Für den Abtransport von Hausmüll, Bioabfall und Windelsäcke werden Gebühren kassiert, Erlöse für den Verkauf des Altpapiers fließen in die Gemeindekasse, und auch der Tausch eines Müllgefäßes kostet Geld - auf der Ertragsseite stehen nur 787650 Euro.

Der Fehlbetrag in Höhe von 16450 Euro - vorrangig begründet durch die Differenz bei den Einnahmen und Ausgaben für die Windelsackentsorgung (26100 Euro Kosten stehen 8250 Euro Erträge gegenüber) - wird der Rücklage entnommen. Ende nächsten Jahres wird sie auf 6300 Euro zusammengeschmolzen sein.

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