Neue Verordnung ermöglicht Gründung einer Kinderfeuerwehr

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Für Feuerwehrleute gelten seit Kurzem neue Altersgrenzen. - © Foto: Stephan Jansen/dpa
Für Feuerwehrleute gelten seit Kurzem neue Altersgrenzen. (© Foto: Stephan Jansen/dpa)

Hille (mt/sbo). Seit einigen Wochen ist die neue Verordnung der Freiwilligen Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen (VOFF NRW) in Kraft - sehr zur Freude der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille. Die Verordnung biete Chancen und Möglichkeiten, das Ehrenamt zu stärken, so Bernhard Förster, Leiter der Wehr.

Seit der Einführung des neuen BHKG - Brandschutz-Hilfeleistung und Katastrophenschutzgesetz - zum ersten Januar dieses Jahres hätten die Ehrenamtlichen darauf gewartet, dass die bisherige Laufbahnverordnung ersetzt würde, so Förster. Als eine ihrer letzten Maßnahmen hätte die ehemalige Landesregierung diese neue Verordnung erlassen.

Information
Das sind die bisherigen Kinderfeuerwehren in der Region

  •  Kinderfeuerwehr Minden
  •  Löschzwerge Porta Westfalica
  • Feuerdrachen Heimsen&Ilvese
  • Feuerzwerge Friedewalde
  • Wuselwehr Bierde&Raderhorst
  • Flammenhopser Lahde
  • Inselheuler Windheim
  •  Funkenlichter Schlüsselburg
  • D-Rohrbande Petershagen
  • Feuerflitzer Ovenstädt
  • Feuerfüchse Bückeburg
  • Blaulichtkids Hüllhorst

Fehlt eine? Schreiben Sie gerne eine Mail an online@mt.de, wir ergänzen sie dann.

Bernhard Förster sieht in der neuen Regelung viele Veränderung. Beispielsweise obliegt es nunmehr der Leitung einer Feuerwehr, über die eigentliche Einsatzabteilung hinaus klare Strukturen festzulegen und die Feuerwehr für weitere Personenkreise zu öffnen.

Das Wichtigste, so Förster, ist die Möglichkeit zur Bildung einer Kinderfeuerwehr. Dies ist zwar bereits im BHKG festgelegt, die neue Verordnung enthält jedoch klare Definitionen. Beispielsweise kann pädagogisch ausgebildetes Personal in die Arbeit mit den Sechs- bis Elfjährigen eingebunden werden.

Auch versicherungstechnisch habe der Gesetzgeber gehandelt: So darf nun eine „Unterstützungsabteilung“ gebildet werden, in die Personal aufgenommen wird, das nicht der Einsatzabteilung angehört. Allerdings muss dieses Personal einer bestimmten Aufgabe zugeordnet werden, wie zum Beispiel Helfer in der Kinderfeuerwehr. Darunter könnte auch ein Hausmeister für die Gerätehäuser, ein Internet- oder Pressebeauftragter, eine Unterstützungskraft für Verwaltungstätigkeit, Unterstützung für die Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten, oder Personal für die Kleiderkammer der Feuerwehr fallen. Alle Mitglieder dieser Abteilungen genießen automatisch über die Feuerwehrunfallkasse NRW Versicherungsschutz. Eine Altersgrenze ist nicht vorgeschrieben.

Für die Abteilung der Feuerwehrmusik hat die Verordnung neue Dienstgrade von Feuerwehrmusik-Anwärter bis zum Hauptmusikmeister festgelegt - je nach Ausbildung.

Neu sei, so Förster, auch der Wegfall der bisherigen Altersgrenze im aktiven Dienst von bisher maximal 63 Jahren. Sofern persönliche oder gesundheitliche Gründe nicht dagegen sprechen, dürfen Feuerwehrleute bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze aktiv Dienst leisten. Hier gilt das vollendete 67. Lebensjahr als Obergrenze. Anschließend erfolgt automatisch die Überstellung in die Ehrenabteilung - Ausnahme ist die Unterstützungsabteilung.

Neu ist auch die Aufnahme neuer aktiver Mitglieder geregelt. Ab sofort gilt eine sechsmonatige Probezeit für alle Neuaufnahmen - ausgenommen ist die Jugendfeuerwehr. Anschließend folgt automatisch die Beförderung zum Feuerwehrmann/-frau.

Auch die Hiller Feuerwehr möchte die neuen Möglichkeiten nicht ungenutzt lassen, so Bernhard Förster. Die Planungen für die Gründung einer Kinderfeuerwehr liefen bereits. Allerdings werde die Umsetzung nicht ohne externes Personals möglich sein.

Förster bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich unter Telefon (05 71) 4 04 42 26 oder info@feuerwehr-hille.de mit ihm in Verbindung zu setzen. Sein Appell: „Bringen Sie sich ein. Nutzen Sie Ihre Fähigkeiten für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr.“

Liste der bereits gegründeten Kinderfeuerwehren auf MT.de

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Neue Verordnung ermöglicht Gründung einer KinderfeuerwehrHille (mt/sbo). Seit einigen Wochen ist die neue Verordnung der Freiwilligen Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen (VOFF NRW) in Kraft - sehr zur Freude der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille. Die Verordnung biete Chancen und Möglichkeiten, das Ehrenamt zu stärken, so Bernhard Förster, Leiter der Wehr.Seit der Einführung des neuen BHKG - Brandschutz-Hilfeleistung und Katastrophenschutzgesetz - zum ersten Januar dieses Jahres hätten die Ehrenamtlichen darauf gewartet, dass die bisherige Laufbahnverordnung ersetzt würde, so Förster. Als eine ihrer letzten Maßnahmen hätte die ehemalige Landesregierung diese neue Verordnung erlassen.Bernhard Förster sieht in der neuen Regelung viele Veränderung. Beispielsweise obliegt es nunmehr der Leitung einer Feuerwehr, über die eigentliche Einsatzabteilung hinaus klare Strukturen festzulegen und die Feuerwehr für weitere Personenkreise zu öffnen.Das Wichtigste, so Förster, ist die Möglichkeit zur Bildung einer Kinderfeuerwehr. Dies ist zwar bereits im BHKG festgelegt, die neue Verordnung enthält jedoch klare Definitionen. Beispielsweise kann pädagogisch ausgebildetes Personal in die Arbeit mit den Sechs- bis Elfjährigen eingebunden werden.Auch versicherungstechnisch habe der Gesetzgeber gehandelt: So darf nun eine „Unterstützungsabteilung“ gebildet werden, in die Personal aufgenommen wird, das nicht der Einsatzabteilung angehört. Allerdings muss dieses Personal einer bestimmten Aufgabe zugeordnet werden, wie zum Beispiel Helfer in der Kinderfeuerwehr. Darunter könnte auch ein Hausmeister für die Gerätehäuser, ein Internet- oder Pressebeauftragter, eine Unterstützungskraft für Verwaltungstätigkeit, Unterstützung für die Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten, oder Personal für die Kleiderkammer der Feuerwehr fallen. Alle Mitglieder dieser Abteilungen genießen automatisch über die Feuerwehrunfallkasse NRW Versicherungsschutz. Eine Altersgrenze ist nicht vorgeschrieben.Für die Abteilung der Feuerwehrmusik hat die Verordnung neue Dienstgrade von Feuerwehrmusik-Anwärter bis zum Hauptmusikmeister festgelegt - je nach Ausbildung.Neu sei, so Förster, auch der Wegfall der bisherigen Altersgrenze im aktiven Dienst von bisher maximal 63 Jahren. Sofern persönliche oder gesundheitliche Gründe nicht dagegen sprechen, dürfen Feuerwehrleute bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze aktiv Dienst leisten. Hier gilt das vollendete 67. Lebensjahr als Obergrenze. Anschließend erfolgt automatisch die Überstellung in die Ehrenabteilung - Ausnahme ist die Unterstützungsabteilung.Neu ist auch die Aufnahme neuer aktiver Mitglieder geregelt. Ab sofort gilt eine sechsmonatige Probezeit für alle Neuaufnahmen - ausgenommen ist die Jugendfeuerwehr. Anschließend folgt automatisch die Beförderung zum Feuerwehrmann/-frau.Auch die Hiller Feuerwehr möchte die neuen Möglichkeiten nicht ungenutzt lassen, so Bernhard Förster. Die Planungen für die Gründung einer Kinderfeuerwehr liefen bereits. Allerdings werde die Umsetzung nicht ohne externes Personals möglich sein.Förster bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich unter Telefon (05 71) 4 04 42 26 oder info@feuerwehr-hille.de mit ihm in Verbindung zu setzen. Sein Appell: „Bringen Sie sich ein. Nutzen Sie Ihre Fähigkeiten für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr.“Liste der bereits gegründeten Kinderfeuerwehren auf MT.de